Dienstag, 11. Dezember 2012

Warum ich meinen Blog keinem festen Thema widme


Öfters habe ich gehört, dass man Websites einem bestimmten Thema widmen sollte, um Besucher zu bekommen. Ich finde nicht, dass das unbedingt nötig ist, vor allem nicht bei persönlichen Blogs.

Ich persönlich möchte mich nicht auf ein bestimmtes Thema festlegen. Ich möchte heute ein veganes Rezept, morgen einen Post mit Fotos, nächste Woche eine Zeichnung und dann einen ernsthaften Artikel zu einem Thema, das mir am Herzen liegt, veröffentlichen. Ich möchte über das schreiben, was mich interessiert. Natürlich nicht über alles, einige Sachen sind mir beispielsweise zu privat, um im Internet zu landen, außerdem gibt es natürlich viel zu viel, als dass ich alles schreiben würde, was ich könnte.

Zunächst fing ich an, auf einem Veganblog zu schreiben, wo es überwiegend um Essen ging, aber das war einfach nicht ich. Ich bin nicht nur Veganerin. Die vegane Lebensweise ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden, aber genau so zeichne ich gerne, mache mir Gedanken zu anderen Themen, schminke mich auch mal etwas ausgiebiger (darüber blogge ich ja doch relativ wenig) und und und. Mich kann man – genau wie euch hoffentlich auch – nicht in eine Schublade stecken. Außerdem war einfach schon der Zeitpunkt vorüber, an dem vegane Ernährung spannend und neu ist. Es gab nicht mehr unendlich viel Neues zu entdecken. Mit der Zeit bloggte ich immer weniger, irgendwann legte ich diesen Blog als persönlichen an und entschied mich schließlich, nur noch hier Artikel zu veröffentlichen.

Die Schwierigkeiten bei einem solchen Blog sind natürlich, dass man oft nicht weiß, welches Konzept man eigentlich hat, und, dass man sich nicht zu sehr auf ein Thema konzentrieren möchte, sondern lieber einen vielseitigen Blog führen will. Ich möchte gerne jedem Thema, über das ich schreibe, gerecht werden und dabei kein Anderes völlig vernachlässigen. Ich möchte nicht die Leser mit ständigen Rezepten nerven, die sich nicht dafür interessieren und eigentlich meinen Blog wegen ernsthafteren Artikeln lesen. Ich möchte über alles bloggen und doch nicht über alles zu allem.

Eine schwierige Aufgabe und doch gefällt mir die Freiheit gut, die ich mir beim Bloggen nehme. Oft weiß ich nicht, worüber ich schreiben soll, aber das ist besser, als wenn ich über irgendetwas nur schreibe, weil ich finde, dass es auf meinen Blog passt. Dann gibt es eben Zeiten, wo ich wenige Artikel veröffentliche, aber genau so blogge ich auch oft viel – so wie zur Zeit. Es sollte das sein, was ich wirklich schreiben will.

Damit möchte ich selbstverständlich nicht sagen, dass Blogs zu bestimmten Themen grundsätzlich einseitig wären. Diese lese ich ebenfalls sehr gerne, so lange sie vielseitig gestaltet sind. Wenn zum Beispiel auf Beautyblogs fast jeden Tag ein Bild des heutigem Augen-Make-Ups hochgeladen wird und hin und wieder Swatches von der neuen LE der Marke XY gezeigt werden, kann das auf Dauer langweilig werden, wenn dagegen häufig interessante Artikel veröffentlicht werden, in denen sich mit der Thematik auseinander gesetzt wird, Tipps gegeben werden oder Kritik geäußert wird, dann finde ich das richtig spannend. Ich mag es vor allem sehr, wenn trotz des Themas etwas vom Charakter des Bloggers erkennbar wird. Denn das ist doch das Schöne an Blogs – dass sie persönlich und von ganz normalen Menschen geschrieben sind! Und auch hier unterscheiden sich private Blogs von vielen anderen Websites. Es geht meist nicht primär darum, dass viele Leute die Seite aufrufen, sondern, dass man schreibt und mitteilt, was einem wichtig ist, und, dass man treue Leser bekommt, die am besten nette und kritische Kommentare hinterlassen. Auch hier spiegelt sich der persönliche Aspekt wieder – ein privater Blog ist eben privat und nicht beruflich. Man schreibt in erster Linie für sich selbst und seine wiederkehrenden Leser.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Flüstern