Mittwoch, 12. September 2012

9/11

Und eigentlich gibt es dazu nichts zu sagen, außer einer Sache, die ich am Schluss nennen werde. Vielleicht könnte ich mich darüber aufregen, dass die Amerikaner einfach nicht einsehen wollen, dass sie sich mit ihrem Verhalten nun mal Feinde machen – die Botschaft zwischen all den Grausamkeiten dieses Tages, der als normaler Septembermorgen begann, dürfte offensichtlich sein – oder, dass es abartig ist, dass über die furchtbaren Geschehnisse, die täglich auf der Welt stattfinden, geschwiegen wird, während dieses Ereignis derart präsent ist. Mit der Anreißung diesen Gedankens will ich wirklich nicht die abartigen Ereignisse am 11. September verhamlosen, sondern lediglich drauf aufmerksam machen, dass es ebenfalls vieles andere Furchtbare gibt.

Es ist so grausam, was geschehen ist. Ich errinnere mich noch, wie ich mit sechs Jahren davon erfuhr. Stunden später habe ich es erst gehört und egsehen, als im Fernsehen die wahrscheinlich tausendste Sendung dafür zwischengeschaltet wurde. Bilder, die ewig im Kopf bleiben, einen nie wieder loslassen. Damals verstand ich noch nicht wirklich, was geschehen war. Konnte mir noch nicht vorstellen, was das bedeutete. Tausende Leben verloren. Leute, die wussten, dass sie in wenigen Sekunden sterben werden, die gesprungen sind oder noch ein letztes Mal ihre liebsten Menschen angerufen haben, um sich von ihnen zu verabschieden. Familien, die auseinader gerissen wurde. Freunde, die man für immer verlor. Aber ich sah die Bilder von den Flugzeugen, die in die Twin Towers, die mir vorher nicht bekannt waren, flogen im Fernsehen und meine Eltern erklärten, was geschehen war.

Ich hatte bis zum 11. September nie zuvor vom World Trade Center gehört. Vom World Trade Center hörte ich vom 11. September an jedes Jahr an diesem Tag. Als Errinnerung an all jene Menschen, die an diesem Tag um’s Leben gekommen sind und aus Solidarität gegenüber deren Familien und Freunden.

Und dem möchte ich mich anschließen: Im Gedenken an all die Toten und als Äußerung des Mitgefühls für deren Hinterbliebene.

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