Freitag, 19. Juli 2013

Vegan als die neue Lifestyleernährung oder Trenddiät?

Ich habe inzwischen das Gefühl, dass "Vegan" immer mehr seine eigentliche Bedeutung verliert. Viele Leute nennen sich "vegan", obwohl sie mit den Grundgedanken überhaupt nichts zu tun haben.
Der Begriff "vegan" ist eine Abwandlung des englischen Wortes "vegetarian" und beschreibt eine Lebensweise, bei welcher die Ausbeutung von Tieren und somit das Nutzen von Produkte, die auf dieser basieren, abgelehnt wird. Vegan ist also keine Ernährungsweise und hat einen bestimmten Hintergrund.
In letzter Zeit wird Vegan immer mehr in eine andere Richtung gedrängt. Vegan wird zur Gesundheit- und Fitnessernährung, ja sogar zur Diät
Ich freue mich natürlich einerseits, wenn sich mehr Leute pflanzlich ernähren, aber andererseits hat das Ganze auch nichts mehr mit Vegan zu tun. Was ist mit den Tieren, die ohne Betäubung geschlachtet werden, weil alles schnell gehen muss? Den männlichen Küken, die am ersten Lebenstag vergast oder gehäckselt werden? Den Biotieren, denen es kaum besser geht als den  konventionell gehaltenen? Im Endeffekt geht es bei dieser veganen Lifestyleernährung doch nur um einen selbst.
Ja, ich schätze auch die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung, aber ich lebe aus einem ganz anderen Grund vegan. Und ich weiß auch, wo die Grenzen sind. Ich weiß, dass es auch dicke Veganer gibt. Genau so wie Veganer, die nicht viel auf ihre Gesundheit geben oder nicht sportlich und viel unterwegs sind. Ich weiß, dass Veganer Menschen wie du und ich sind, die nur ein anderes moralisches Bewusstsein als die breite Masse haben. Gerade für Veganer, die überhaupt nicht diesem neuen Bild vom schlanken Fitnessveganer entsprechen, stelle ich mir den Trend zeimlich unangenehm vor.
Natürlich freue ich mich auch darüber, wenn Andere das Stück Fleisch auf dem Teller gegen Gemüse und die Kuhmilch im Glas gegen Sojamilch eintauschen und somit nebenbei eine grausame Industrie nicht weiter unterstützen, aber ich möchte nicht, dass aus meiner Lebensweise die neue Trenddiät für die Bikinifigur wird, von der man in Frauenzeitschriften liest. Ich plädiere für Selbstliebe und -akzeptanz und finde, dass man nur abnehmen braucht, wenn man wirklich übergewichtig ist (wobei es natürlich jedem Übergewichtigen selbst überlassen ist, ob er das möchte), und nicht, weil ein seltsames Schönheitsideal und Lebensbild einem vorgibt, dass man bis zum Sommer seinen "Winterspeck" loswerden müsse. Ich finde die Aufschriften auf Frauenzeitschriften furchtbar und wenn dort eines Tages "Vegan und schlank - mit der Vegan-Diät zum sexy Summerbody" steht, kriege ich wirklich das Kotzen!
Ist unsere Gesellschaft wirklich so verkommen, dass die Zahl auf der Waage ein wichtigeres Argument als das Leid von Millionen Tieren ist?
Versteht mich nicht falsch. Ich will niemandem vorschreiben, wie er zu leben hat, und, aus welchen Gründen er sich für einen Weg entscheidet. Ich möchte lediglich darauf aufmerksam machen, dass "vegan" viel mehr bedeutet, als dass man sich nur pflanzlich ernährt.
Vielleicht könnten dadurch, dass die vegane Lebensweise mehr zum Thema wird, auch die wirklichen Hintergründe mehr thematisiert werden, und, viele Leute, die zunächst nur den neuen Lifestyle ausprobieren,  auf die ethischen Beweggründe stoßen. Aber passiert das wirklich? Oder verschwindet nicht eher die eigentliche Grundidee hinter der neuen schicken Lifestyleernährung? Tut man den Tieren wirklich damit einen Gefallen, auf Youtube zu erzählen, wie toll man mit einer "veganen Diät" abgenommen hat?
Ich möchte nicht, dass meine Lebensweise von einem selbstverliebten Mensch in Lederschuhen, der gegen ethisch motivierte Veganer wettert, als die neue Fitnessdiät in seinem Buch repräsentiert wird. Das tut mir in der Seele weh. Auch, wenn dadurch viele Leute angesprochen werden, ist es kein Bild, das ich irgendwie erstrebenswert finde. Aber auch so trifft man es nicht selten an, dass Veganer mit dem Bild vom schlanken, sportlichen Lifestyle-Veganer argumentieren.
Nur weil man vegan lebt, muss nicht schlank sein. Ganz im Gegenteil gibt es auch Leute, die mit veganer Ernährung erst einmal zugenommen haben. Es gibt auch die so genannten "Puddingveganer" und die meisten Veganer gehen auch nicht regelmäßig Joggen oder ins Fitnessstudio. Das ist auch alles völlig in Ordnung und zeigt doch nur, wie unterschiedlich wir Menschen sind, und, dass Veganer auch nur Menschen sind. Es gibt genug gute Argumente für eine vegane Lebensweise. Haben wir es wirklich nötig, uns ein falsches Bild von uns erfinden?

Kommentare:

  1. Ich fürchte, das passt halt einfach in die aktuelle Gesellschaft - es geht um Oberflächlichkeiten, nicht um Inhalte (sieht man ja an der Hipsterkultur, wo ja auch viele vegan zu sein behaupten, ganz gut). Wäre Veganismus in den 60ern, 70ern oder 80ern zum "Trend" geworden, wäre es anders zugegangen, da wollten die Leute noch was bewegen, rebellieren, für eine bessere Welt kämpfen - und es war egal, wie "toll" sie dabei aussahen. Heute kämpfen die meisten Leute nur noch gegen sich selbst, ihre Pfunde, ihr Spiegelbild statt für eine gute, wichtige Sache. Schade.

    Wenn die Menschen wieder Liebe, Mitgefühl und Bewusstsein für sich selbst entwickeln, können sie hoffentlich auch wieder welches für ihre Mitgeschöpfe haben und sehen mehr im Veganismus als eine coole Diät.

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    1. Diese gesellschaftliche Entwicklung finde ich auch sehr traurig. Umso wichtiger finde ich es, zu zeigen, dass es auch uns Menschen gibt, für die es mehr im Leben als ihr eigenes Erscheinungbild gibt, und, die über den Tellerrand blicken.
      Ich finde vor allem deinen letzten Absatz sehr wichtig. Auch wenn sich die Frage stellt, ob die Menschen unserer Gesellschaft das jemals hatten...

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  2. Dankeschön! :3 Ja grade beim zweiten Bild hängen die Extensions so komisch runter aber wusste auch nicht wie ich die anders stylen sollte.
    Ich benutze nach dem Haare waschen immer ein Öl, deswegen könnte ich auch mal die Spülung weg lassen. Das mache ich mal wenn die leer ist :)

    Ich kann mich der Vorrednerin nur anschließen! Eigentlich hat sie alles genau auf den Punkt gebracht! Es ist schade dass viele heutzutage nur noch an sich selbst denken und sich über gewisse Dinge keine Gedanken machen. Wenn dieser "Vegan-Trend" wieder vorbei ist werden wohl viele wieder tierische Produkte essen.

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  3. Ich persönlich finde es nicht wirklich "falsch" vegan/vegetarisch zu leben, nur weil es ein Lifestyle ist. Menschen verzichten aus verschiedensten Gründen auf Fleisch, bzw. tierische Produkte allgmein.
    Meine Schwester und ich verzichten beide auf Fleisch und überwiegend auch Eiprodukte.
    Ich esse z.B. Fleisch aus ethischen Gründen nicht und Eier n icht, weil ich mich einfach davor ekel..wie manche vor Pferdefleisch^^.
    Meine Schwester hat allgemein einen Ekel gegenüber Fleisch und Eiern und isst es deswegen nicht. Ihr sind die Tiere nicht egal, aber sie sind auch nicht der primäre Grund, wieso sie auf diese Produkte verzichtet.
    In Indien z.b. leben viele Veganer, weil sie es von ihrer Kultur und auch Religion nicht anders kennen.

    Und auch, wenn es jetzt ein Lifestyle ist, vegan/vegetarisch zu leben, glauibe ich auch, dass diese Menschen sich trotzdem irgendwo Gedanken über die ethischen Gründe machen.
    ich kenne momentan zwar nur viele Vegetarier, aber einige von denen haben auch anfangs nur auf Fleisch verzichtet, weil es "Alle machen" und sie in der Art Mitläufer sind. Aber sie setzen sich auch mit der Zeit immer mehr und mehr auseinander. Es bleibt meist nicht nur ein Lifestyle,sondern es wird zu einer Lebenseinstellung.
    Bei uns im Jugendzentrum gibt es z.b. einen Jahrespraktikanten. Ich wette, dass er jetzt auf Fleisch verzichtet, weil viele der ehrenamtlichen vegan/vegetarisch leben. Er ist nur ein Mitläufer und hat es anfangs gemacht, weil es "cool" ist.(zwar macht er es n icht aus dem Diät-wahn heraus, aber es verfolgt deinen Gedankengang).
    Mittlerweile sehe ich aber auch, dass er sich immer mehr Gedanken macht.
    Er forscht, woher sein Essen kommt, ob es tierische Produkte, bzw. Fleisch enthält und setzt sich damit auseinander. Es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung;)

    Sorry für den ellenlangen Text^^
    Eigentlich wollte ich nur schreiben:
    Ich arbeite in dem Jz immer noch ehrenamtlich. Aber meist nur einmal die Woche, wiel ich ja sonst jeden Nachmittag beim Praktikum bin^^

    Lg
    Zwar

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  4. Hey!
    Ein bisschen komisch finde ich es, sich aus so oberflächlichen Gründen vegan zu ernähren, aber immerhin hat es den positiven Nebeneffekt, dass weniger Menschen Tierprodukte nachfragen.
    Für mich ist das Abnehmen ein positiver Nebeneffekt, aber nur aus diesem Grund auf Tierprodukte zu verzichten, das hätte ich nicht geschafft. Wenn ich es nicht ethisch falsch finden würde, sie zu essen, dann hätte ich zumindest auf Käse und Joghurt oder Eier nicht verzichten können, nur um abzunehmen. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich von alten Essgewohnheiten zu lösen, aber inzwischen ist es kein Problem mehr und dass ich dabei abnehme, ist erfreulich, aber ich wäre auch ohne Abnahme weiter Veganerin geblieben.
    Das Traurige ist, dass es bei vielen anderen leider nicht so sein wird :(
    LG

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    1. Ja, den positiven Nebeneffekt finde ich ja auch gut, wie ich schon geschrieben habe, aber das Traurige ist halt, dass es, wie du sagst, so ein vergängiger Trend ist und vegan am Ende vielen als Ernährung, die mal kurz in Mode war, in Erinnerung bleibt.
      Gerade bei der zur Zeit so beliebten Challenge lebt man ja eh nur 30 Tage lang vegan. Das hat dann auch viel mehr den Charakter eines Verzichts als einer Lebenseinstellung.

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    2. Ach so, ich hätte auch nicht aus anderen Gründen als aus ethischer Überzeugung Lust gehabt, ganz auf tierische Lebensmittel zu verzichten. Vor allem Milchprodukte und manche Fleischsorten mochte ich sehr gerne. Und auf unveganes Essen unterwegs und tierische Inhaltsstoffe hätte ich so wie so nicht verzichten wollen. Das wäre mir alles viel zu kompliziert gewesen.

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  5. Chapeau, Schäfchen. :)
    Bin der gleichen Auffassung wie du. Habe deinen Artikel mal eben bei Twitter geteilt.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende <3

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    1. Oh danke schön für's Teilen! Das freut mich total :)
      Liebe Grüße zurück und dir ebenfalls ein schönes (restliches) Wochenende <3

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  6. Diese "Kommerzialisierung von Underground-Strömungen" sieht man leider immer wieder. Wir ganz besonders bei der Musik, wo dann diese gestylten Möchtegerns rumstehen, nur weils halt ne Band in die Charts geschafft hat. Meistens suchen sich dann die "eingefleischten" einfach andere Bands und überlassen die "grossen" den "hippen Leuten". Das hat jetzt nichts mit urteilen über Menschen zu tun und ist auch völlig wertfrei gemeint, daher die Gänsefüsschen. So fertig Disclaimer, ich hoffe, ihr versteht was ich meine.

    Dasselbe lese ich aus Deinem Beitrag raus und finde es schade. Denn die, die wirklich wollen, die würden es auch ohne dieses ganze Lifestylegedöns finden, die anderen sind früher oder später eh weg resp. beim nächsten Trend.

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    1. Ich verstehe, was du meinst :-) Ja, gerade bei Musikszenen ist das ein großes Thema. Ich kann mir auch vorstellen, dass es manche Leute gibt, die sich durch den Trend wirklich mit dem Thema auseinander setzen, aber das wird wohl die Minderheit sein, da die Grundgedanken ja überhaupt kein Thema sind, das groß angesprochen wird.

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  7. Huhu!

    ich sehe das auch etwas zwiegespalten und ähnlich wie du.
    Ich wurde kurz bevor dieser Hype ausbrach (wieder) Vegetarier und recht schnell vegan, da das aber viele erst etwas später mitbekamen, meinen nun viele, ich mache das nur, weils trendy und in ist
    Und das ist dann echt ärgerlich, weils nicht stimmt und ich nicht zu dieser Gruppe gehöre (und auch nicht gehören möchte)
    Aber andererseits, auch wenn ich diese Beweggründe nicht verstehen kann und nicht gut finde: Vielleicht ist es auch eine Chance. Viele hätten sich vielleicht nie mit dem Thema auseinander gesetzt. Vielleicht kommen nun doch viele zum nachdenken und werden wachgerüttelt.Ich hoffe es zumindest...

    Grüßle, Jessi

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    1. Ich hoffe es auch. Leider kann auch genau das Gegenteil erreicht werden: Dass Vegan vielen Leuten als ein Abnehmtrend im Kopf bleibt. Ich fände den Trend ja gar nicht aml so übel, würden dabei nicht die vergessen werden, um die es ehemals mal ging...
      Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der ein oder andere wirklich mal nachrecherchiert, was es mit der Lebensweise, die er ausprobiert, wirklich auf sich hat.

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  8. Ich bin seit vielen Jahren Vegetarier, u.a. aus ethischen Gründen. Deinen Text finde ich aber ein wenig arrogant. Du kannst doch weiterhin in Deinem Sinne vegan leben, egal was andere Leute tun. Keiner nimmt Dir etwas weg! Auch steht Dir niemand im Weg, Deine Ansichten zu verbreiten. Aber sich negativ über Leute auszulassen, die etwas aus den vermeintlich falschen Beweggründen machen, ist nicht in Ordnung!

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    1. Vielleicht wäre es besser, den Text gründlich zu lesen und eventuell etwas zu dem Thema zu recherchieren, wenn man sich nicht so auskennt, bevor man die Haltung eines anderen Menschen als arrogant bezeichnet.
      Wie ich geschrieben habe, will ich niemandem vorschreiben, wie er zu leben hat und aus welchen Gründen er etwas tut. Man kann quasi gar nicht aus den "falschen Beweggründen" vegan leben, weil vegan nicht bedeutet, dass man nichts Tierisches isst, sondern, dass man versucht, so weit umsetzbar, kein Tierleid zu verursachen. Vegan ist keine Ernährungsweise sondern viel mehr eine Lebensweise. Wenn jemand jetzt, weil er abnehmen will, es cool findet oder warum auch immer, weder Milchprodukte noch Eier noch Fleisch isst, dann freut es mich, dass dadurch diese Industrien weniger unterstützt werden, aber vegan lebt er dadurch noch lange nicht. Das Wort hat eine Bedeutung und ich möchte, dass es diese auch behält.
      Traurig finde ich, dass es jetzt auch noch in Verbindung gebracht wird, mit diesem Abnahmewahn.

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    2. Nein, das stimmt so nicht. Der Bergiff "vegan" ist, wie jeder andere Begriff, dem Wandel der Sprache unterlegen. Wenn also eine signifikant große Gruppe von Menschen den Begriff auf die eine Weise auslegt, haben sie genauso Recht, wie Du.
      Ja, Du schreibst mehrfach, dass Du niemandem vorschreiben willst, wie er zu leben hat, aber das hindert Dich offenbar 1. nicht daran, den Deinen Wünschen nicht entsprechenden Lebensstil trotzdem herablassend zu betrachten und 2. ist das ja auch eigentlich gar nicht Dein (schlecht versteckter) Kritikpunkt. Du kritisierst nämlich, dass diese Leute den Begriff falsch verwenden und somit Deine schöne Ideologie in den Schmutz ziehen. Und DAS habe ich als arrogant bezeichnet. Dich als Person hingegen habe ich NICHT als arrogant bezeichnet, weil persönliche Angriffe billig sind. Du hingegen hast mir vorgeworfen, Deinen Text nicht gründlich gelesen zu haben und wenig Ahnung vom Thema zu haben... #persönlicher Angriff, #Arroganz

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    3. Wobei "vegan" natürlich ein Kunstwort ist, mit dem sich eine bestimmte Gruppe von Menschen bezeichnet. Und die meisten von uns haben eine ähnliche Definition wie ich. Wenn nun ein paar andere Leute kommen, die Definition nicht kennen und sich dann so nennen, ist das meiner Meinung nach noch kein Sprachwandel. Und genau an dieser Stelle wollte ich an die eigentliche Bedeutung erinnern und sagen, dass mir die Richtung, in die es geht, so gar nicht gefällt. Das ist auch mein gutes Recht.
      Ich habe diesen Schlankheits- und Diätwahn kritisiert und meine Lebensweise davon abgegrenzt. Dadurch werden Menschen manipuliert, sodass sie sich nicht mehr in ihrem Körper wohl fühlen und ihm mit ständigen Diäten schaden. Ich finde es völlig angemessen, diesen Wahn als negativ zu betrachten, und, zu wollen, dass nicht auch noch die eigene Lebensweise damit in Verbindung gebracht wird. Wenn du das als arrogant betrachtest, ist das deine Sache.

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    4. Übrigens ist mein Kritikpunkt alles Andere als versteckt, sondern der Grundgedanke des Textes. "Du kritisierst nämlich, dass diese Leute den Begriff falsch verwenden und somit Deine schöne Ideologie in den Schmutz ziehen" ist aber schon eine ziemlich harte Formulierung dafür, die sehr missverständlich ist. Es geht hier ja nicht um Stolz oder Arroganz von "echten" Veganern, sondern um lediglich um ihr Selbstverständnis, welches von dem neuen Verständnis abgegrenzt werden soll, weil man nicht in dieser Diät-Schublade landen möchte.

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  9. Vielen Dank! :)

    Ich finde es übrigens richtig gut, was du hier schreibst! Bin selber zwar nur Vegetarierin aber ich mache mir schon sehr viele Gedanken über das Vegan-Sein, ich schätze mal das kommt bei mir auch noch (also nicht wegen Diäten, sondern wegen den Tieren).
    Ich finde es zwar gut, dass durch diesen Vegan-Diät-Trend vielleicht ein paar Tiere verschont werden und die Industrie nicht unterstützt wird, aber nur für eine Diät vegan zu werden bringt meiner Meinung nach nicht viel. Man sollte sich das Leiden der Tiere vor Augen halten und nicht seinen eigenen Körper. Zumahl man auch ohne vegan zu sein abnehmen kann, hat bei den Meisten bisher ja auch geklappt! Und das mit den "Vegan-Diät" Zeitschrift-Aufschriften, da kann ich voll verstehen, dass dich das nervt. Vor allem bei Zeitschriften, die gleichzeitig für Lederprodukte (usw.) werben. :/

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  10. Danke :)Haha, das mit der Oberlippe... habe das von einem Foto abgezeichnet und auf dem Foto war da dieser Schatten, deshalb sieht sie schief aus! :D (Also sah in echt auch schief aus, finde ich zumindest ;D )
    Also ich habe das zumindest im TV mal gesehen, wenn ich mich richtig erinnere! :/ (Auf Zeitschriften achte ich generell nicht so, da ich fast nie welche lese)!
    Ja genau, so sehe ich das auch! Ich finde nicht, dass man total dünn oder sportlich sein muss (klar, sportlich wär schon gut, aber ist nun mal nicht jeder)und schon gar nicht durch vegane Ernährung... ich meine klar, wenn man sich sowieso schon vegan ernährt und dann als "Nebeneffekt" davon abnimmt, kann das ja schon vorteilhaft sein (je nachdem ob man überhaupt abnehmen möchte, wenn man von Natur aus schon dünn ist, kann man abnehmen ja nicht so gut gebrauchen) aber wie du auch schreibst geht damit ein bisschen der eigentliche Sinn vom Vegan-Sein verloren!

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  11. Ja da muss ich dir Recht geben;)

    Ich arbeite seit ca. 2.5 Jahren ehrenamtlich in einem Jugendzentrum. Mein Praktikumsjahr mache ich jedoch in einer Jugendhilfeeinrichtung. Das ist eine Wohngruppe, wo 9 Kinder/Jugendliche leben.

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  12. Ich stimme da auch zu, wobei ich nicht einmal Vegetarierin bin, aber überlege, es zu werden, aus rein ethischen Gründen. Daher find ich es auch schade, dass die eigentliche Bedeutung einfach (fast) ignoriert wird...

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  13. War aber auch ein ganzes Stück Arbeit sie zu überreden :D Das war definitiv kein leichter Kampf:D
    Piercings hatte ich bisher einfach kein Glück mit, da verzichte ich momentan lieber drauf:<
    Merci, ich werde es ihr ausrichten :) Finde es selber auch total super:) Bin schon fast was neidisch, hihi!
    HAha, ja das glaub ich :D
    Scheint so..Naja was solls :)


    Hahaha, ja das find ich auch immer total witzig,dass Leute denken, dadurch würde man abnehmen. Als ich angefangen hab mich vegetarisch zu ernähren hab ich sogar schon zugenommen. (was ich persönlich aber nicht all zu schlimm finde)
    Pommes sind auch vegan, aber dünn wird man davon sicherlich nicht ^^

    Ich finde es trotzdem ja gar nicht so schlecht,dass es da momentan so ne Welle gibt - es wird ja somit schon salonfähiger, d.h. Restaurants stellen sich eher darauf ein und sowas. Wenn sowas mehr thematisiert wird, erreicht man auch ja auch mehr Leute, die vielleicht vorher gar nicht so wirklich drüber nach gedacht haben. Ein Kommilitone meines Freundes hat ne Doku gesehen und ist von heute auf morgen Veganer geworden. Sogar ohne Zwischenstufe Vegetarier, was ja schon ziemlich ungewöhnlich ist. (Und bei ihm weiß man einfach,dass das kein Trendding ist.Der macht das, weil er es für richtig hält.)

    Aber ich kann dich natürlich sehr gut verstehen. Bikinifigur über Tierleid - was für ein Schwachsinn!
    Werde es auf jeden Fall mit dem Veganismus mal probieren, so bald ich in die eigene Wohnung ziehe und mal sehen wie ich damit klar komme. :)

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  14. Du hast ja auch schöne lange Haare und somit Extensions nicht nötig! :D Aber denke schon dass es auch welche in deiner Haarfarbe gäbe! Genau das machen Spülungen auch. Sie machen die Haare weicher aber pflegen sie, glaube ich, nicht wirklich.

    Im Grunde hat es wirklich Vorteile dass es ein "Trend" geworden ist weil sich viele Lebensmittelhersteller darauf einstellen und es mehr vegane Kost gibt. Was ich mich aber frage ist... wieso sind Sojaprodukte eigentlich so teuer? Habe am Wochenende das erste Mal Tofu probiert, sogenanntes Tofu Geschnetzeltes und war vom Preis ja doch etwas erschrocken.

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  15. Du schreibst mir aus der Seele und anscheinend beißt dieses Thema im Moment einige.
    Ich kenne einige Lifestyle Veganer, die allerdings den Lifestyle nutzen, um die Kurve zum "richtigen" Veganismus zu kriegen.
    Ich kann ihnen das nicht verübeln, ich selbst habe mir Jahre lang Zeit genommen, um erst Vegetarierin und dann Veganerin zu werden, damit mein Körper sich ohne Heißhungerattacken oder Mangelerscheinungen darauf einstellen kann.
    Nur bei einem gewissen Kochbuchautor habe ich von Anfang an das kalte Grausen bekommen. Ich kann nicht sagen warum, er war mir von Anfang an unsympathisch und unauthentisch.
    Da war mir Jamie Oliver schon lieber, der bei einer Veranstaltung hinter einem Vorhang eine Legebatterie versteckt hatte, um den Besuchern dann zu demonstrieren, wie ihr tägliches Frühstücksei produziert wird. Natürlich sind Bio-Eier auch Ausbeutung, aber das hat wenigstens mal Eindruck hinterlassen und zum Umdenken angeregt.

    Liebe Grüße!

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    1. Ich finde es auch nicht schlimm, das Ganze mehr als Lifestyle zu leben, wenn man sich zumindest mit den Hintergründen auseinandersetzt und weiß, welchen Lebensstil man da eigentlich lebt.
      Genau auf diesen Kochbuchautor habe ich im Artikel angespielt ;) Bei ihm ist das auch mehr eine Masche, mit der man als Koch ungewöhnlich ist und auffällt, denke ich. Dass er kein überzeugter Veganer ist, ist ja schon öfters in der Diskussion gewesen. Gerade weil er wohl nicht sonderlich tolerant gegenüber diesen zu sein scheint.
      Jamie Oliver hat ja auch mal gezeigt, wie Küken vergast werden.
      Liebe Grüße zurück!

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  16. Das stimmt natürlich! ;)
    Doch doch, hab das schon öfter mal im TV gesehen ... halt so Sachen von wegen "Der Star ernährt sich jetzt vegan zum abnehmen, der auch und der sowieso"! Auf Blogs habe ich das fast noch gar nicht gesehen! ;o
    Ja eben! :D

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  17. Vegane Ernährung bringt vor allem ein gutes Lebensgefühl.

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  18. Mein Vater hat ja eine psychische Krankheit und wohnt auch in einer Wohngruppe für Erwachsene. Ist bestimmt interessant dort zu arbeiten.

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