Sonntag, 11. August 2013

Das erste Seminar

Hi ihr Lieben,
ich bin seit Freitag Mittag von meinem Seminar zurück und es war wider Erwarten wirklich schön. Ich habe sehr nette Menschen kennengelernt, eine tolle Zeit gehabt und freue mich auf das nächste Seminar.
Wir sind eine Gruppe von über hundert FSJlern, die noch einmal in vier Gruppen mit jeweils zwei Teamern eingeteilt ist, und haben vier gemeinsame Tage in einer Art Jugendherberge verbracht.
Es war kein ein normales Seminar, bei dem man den ganzen Tag herum sitzt und irgendwem zuhört, sondern eher eines, bei dem die Gruppengemeinschaft gestärkt, Abstand zur Arbeit und ein Raum zur Reflexion geschaffen werden soll. Na gut, genug Es-war-pädagogisch-wertvoll-Geschwafel: Es war mehr wie eine Klassenfahrt. Eine Person aus meiner Gruppe meinte am Freitag sehr treffend: "Wir sind uns jetzt so vertraut wie eine Klasse, die sich schon seit Jahren kennt."
Aber natürlich fallen mir neben der Auszeit auch viele Gründe ein, wieso diese Seminare sinnvoll sind. So kann man sich auch gut mit Anderen, die ebenfalls ein FSJ machen, austauschen, was ich sehr wichtig finde. Wir sind nicht alle getrennt in irgendwelchen Einrichtungen, sondern erfahren auch viel über andere Einsatzstellen und können uns über unsere Erfahrungen austauschen. Außerdem wird so die Distanz zum FSJ-Träger aufgehoben und der Ein oder Andere traut sich vielleicht eher sich an diesen zu wenden, wenn es Schwierigkeiten gibt. Über den FSJ-Vertrag und Rechtliches wurden wir natürlich auch informiert. Hinzu kommt, dass das Seminar auch darauf ausgelegt ist, soziale Kompetenzen zu schulen, was im sozialen Bereich .
Was haben wir also gemacht? Viele Aufwärmspielchen - vielleicht kennt irgendwer "Ich fahre Zug" oder "Wo ist mein Huhn?". Das kam mir teilweise etwas kindisch vor (ich sage ja, Klassenfahrt!). Dann Kooperationsübungen, auch bekannt als Erlebnispädagogik. Vielleicht kennt jemand die Übung, wo man mit Hilfe eines Seiles den Schatz aus der Mitte eines großen Sees (mit Seilen abgetrennter Kreis) holen muss, ohne diesen zu betreten. Außerdem haben wir uns gegenseitig unsere Einsatzstellen vorgestellt und uns zu Beginn natürlich erst einmal alle gegenseitig kennengelernt. Am Mittwoch sind auch teilweise unsere Anleiter von den Einrichtungen gekommen und haben mit uns ein Gespräch geführt.
Gestern Abend ging es dann noch zu einer Mitarbeiterfeier zu einer Kollegin nach Hause. Jeder hat Essen mitgebracht, es wurde gegrillt und wir waren bis in die Nacht wach. Es war ein sehr schöner Abend und so lernt man sich wirklich gut kennen. Selbst die (super nette!) Putzfrau war da ;)

Kommentare:

  1. Oar, an solche Wochenenden erinnere ich mich auch noch reichlich - Alles, was man an JRK-Lehrgängen macht, ist auch so fürchterlich pseudpädagogisch. Ich mag das nicht, ich komm mir dann immer vor wie ein Kleinkind :D Obwohl die meisten Sachen an sich schon witzig sind. :)

    Erste eigene Wohnungen müssen immer etwas schrottig sein, alles andere wäre überhaupt nicht angemessen :D Und solange du nicht in einem kleinen Hasenkäfig gelandet bist, wird das mit 'n bisschen Deko und Gewohnheit schon noch :)

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  2. Ich hab schon von einigen Leuten viel Gutes über so FSJ Seminare gehört. Super, dass deins auch so gut war :) Wo machst du eigentlich dein FSJ? Sorry, falls ich es irgendwo überlesen habe ^.^
    Ich hab mein letztes Praktikum in einer Akutpsychiatrie in meiner Stadt gemacht und mein nächster Praktikumplatz steht auch schon fest und ist wieder eine Psychiatrie für Erwachsene. Ich finde das super spannend und dort kann man am besten die vielen verschiedenen Krankheitsbilder begutachten :)

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  3. Danke ;) Das T-Shirt ist nur von meiner Schwester geklaut! ;D

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  4. Ich kenn das, aber ich hab mir mittlerweile beigebracht, Chaos nicht mehr zu ignorieren, sondern zu beseitigen! Also, ganz grob zumindest. :D
    Meiner Meinung nach sind die meisten solcher Spielchen schon unangemessen, wenn man von Anfang an den pädagogischen Hintergrund erkennt und versteht. Nur vom Spiel erklärt kriegen :D

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  5. Danke ♥ Und das klingt auch nach einem gelungenen Wochenende bei dir :)

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  6. Hi:)
    Das freut mich sehr für dich und ich hoffe, dass deine neuen Mitbewohner auch klasse sein werden:)

    Bis zum 15. 08. müssen alle Zusagen/ Absagen verschickt werden.
    Also warte ich noch bis Donnerstag. Wenn dann nichts kommt, schicke ich meine Zusage auf jeden Fall ab, damit ich wenigstens einen Studienplatz habe. Denn bis zum 22. muss meine Post in Würzburg eingegangen sein, sonst werde ich dort auch auf der Zulassungsliste gestrichen.
    Und die Nachrückverfahren können auch bis Ende August gehen.
    Außerdem sehe ich meine Chancen z.B. in Düsseldorf und Dortmund nicht so hoch, da soziale Arbeit einen echt Hohen NC hat(1.2- 1,6 an vielen in NRW)und ich auf der Warteliste noch knapp 1000 Bewerber vor mir habe^^

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  7. Naja. man muss sich halt bis zu einem bestimmten Datum bei der Uni gemeldet haben, damit sie bescheid wissen,d ass du dort studierst. Also auch verbindlich. Und ich habe mich tatsächlich in Würzburg über hochschulstart.de beworben.

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  8. Im Zulassungsbescheid stand halt folgendes: "Der Zulassungsbescheid wird unwirksam, wenn der Immatrikulationsantrag nicht bis zum 22.08. bei der Hochschule eingegangen ist."

    Aber was solls. Dann geh ich da halt hin. Mittlerweile ist der erste Schock vorbei und ich habe mich damit abgefunden.
    Mein Ziel war es, soziale Arbeit zu studieren. Ziel erreicht:D

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  9. Stimmt, außer dem ganzen halbwichtigen Kleinkrimskrams und Schulzeug fliegt bei mir auch fast nichts durcheinander. Ich sollte echt auch mal wieder richtig ausmisten..
    Meine Schwester hat 2009 Abi gemacht und ihren Krempel immer noch nicht aus ihrem alten Zimmer geräumt, ich fürchte, sowas macht man erst, wenn die Eltern einem in den Allerwertesten treten :D
    So hab ich das noch nie betrachtet, ich fühle mich immer nur verarscht.. Aber ich kann auch nichts weniger haben als entmündigt zu werden bzw. mir so vorzukommen.

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  10. Diese Übungen und Spielchen begegnen einem überall. ÜBERALL! "Wir werfen einander jetzt mal diesen weichen Ball zu und wer ihn fängt, erzählt bitte ein wenig über sich und seine Motive an diesem Seminar teilzunehmen. Ich mache mal den Anfang: Ich bin die Gisela, bin 43 Jahre alt, komme aus Wuppertal und freue mich schon sehr darauf mit euch - ich darf euch doch duzen? - das Wochenende hier zu verbringen. So, jetzt werf ich einfach mal dir dort mit dem blauen Shirt den Ball zu. Uuund hopps." - Das krasse ist ja, wenn man irgendwann selbst Seminare gibt, hat man oft wenig Zeit (= Lust), sich lange vorzubereiten, also macht man selber solche Spiele, damit die Zeit möglichst inhaltsfrei vergeht... ;)

    Grüße vom
    Lieblings-Anon

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    1. Haha :D Die Kennlernspielchen sind wirklich ziemlich inhaltslos. Wobei zum Glück nicht alles so war.
      Viele Grüße zurück!

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