Donnerstag, 29. August 2013

Vegan Wednesday + ein bisschen Arbeitsalltag

Gestern wurde seit Langem endlich wieder das Essen fotografiert, sodass ich auch mal wieder am Vegan Wednesday, der dieses Mal von Carola organisiert wird, teilnehme. Allerdings habe ich dieses Mal leider nur zwei Bilder für euch, weil ich gar nicht so viel Verschiedenes gegessen habe. Dafür gibt es aber ganz viel Gelaber!

Wenn ich Spätschicht habe, ist die Zeit, vorher die Zähne zu putzen, zu warten, bis Essen wieder schmeckt, zu frühstücken, das Frühstück zu verdauen, zu kochen und zu mittag zu essen, immer knapp, sodass ich mich gestern dafür entschieden habe, das Frühstück ausfallen zu lassen und groß zu Mittag zu essen. 
Zur Zeit bin ich damit beschäftigt, alles, was noch da ist, aufzuessen, bevor ich dann morgen wieder einkaufen gehe. Dementsprechend bunt gemischt war mein Mittagessen. Es gab Pellkartoffeln mit Sojajoghurt, welcher mit Olivenöl, Salz und Pfeffer verrührt war, gebratenen, frischen Naturtofu und Salat. Der Tofu sah diesmal wirklich so ähnlich wie Fleisch aus, obwohl das gar nicht gewollt war. Wie Fleisch geschmeckt hat er aber bestimmt nicht. Sondern viel besser ;) Ich habe ihn - wie immer - in Öl angebraten und dann mit Sojasoße, Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence gewürzt.
Auf der Arbeit gab es nachmittags die Reste, die vom Mittagessen der Bewohner übrig waren. In meinem Fall waren das Tomatennudeln. Da eigentlich Sahnesoße dazugehört hätte, habe ich Margarine und Schnittlauch darüber getan. Außerdem habe ich noch eine Scheibe Schwarzbrot mit Curryaufstrich gegessen.
Wo wir schon einmal bei der Arbeit sind, kann ich auch eben noch die ein oder andere nette Anekdote erzählen. Ich mache - für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, - ein FSJ im betreuten Wohnen. Natürlich muss ich auch das Essen für die Bewohner anrichten. Das kann schon einmal lustig werden, wenn man selbst solche Sachen gar nicht isst und somit keinen Plan davon hat. Zum Frühstück und Abendessen gibt es unter Anderem Frischmilch. Als ich diese das erste Mal auf den Tisch stellen wollte, dachte ich, dass sie schlecht wäre, weil sich oben etwas abgesetzt hatte, anstatt, dass sie homogen war. Aber Frischmilch sieht anscheinend immer so aus. Lecker.
Das Mittagessen, das im Warmhaltewagen von der Großküche geliefert wird, muss ich direkt auf die Teller verteilen. Auf dem Speiseplan kann ich nachgucken, welche einzelnen Komponenten zu einem Gericht gehören. Es gibt immer zwei Gerichte mit Fleisch und ein vegetarisches. Tja, letztens war ich mir nicht ganz sicher, welches Fleisch nun welches ist. Dabei gab es wirklich relativ unterschiedliche Sorten: Schweinebraten und Putenleber. Als ich den Behälter mit der Leber geöffnet habe, dachte ich zunächst: "Ahh der Braten", aber als ich in den anderen Behälter sah, wurde mir klar, dass das der Braten sein müsste. Das Fleisch sah mehr nach Schwein aus und war auch zu groß, um früher einmal die Leber einer Pute gewesen zu sein. Erst die Frage einer Bewohnerin, ob das vor ihr wirklich das Essen wäre, welches sie bestellt hatte, verunsicherte mich immens.
Irgendwie ist es schon seltsam, tierisches Essen auszuteilen, aber bei weitem nicht so schlimm wie gedacht. Ich habe mir gesagt, dass ich ja auch nicht aus Ekel, sondern aus Überzeugung vegan lebe. So war auch tatsächlich, abgesehen von der Vorstellung, dass das vor mir Teile von toten Tieren sind, das Ekligste der Honig, mit dem ich ethisch gar nicht so ein großes Problem wie mit anderen Sachen habe. Ich musste für einen Bewohner Brote schmieren und in mundgerechte Stücke schneiden. Auf eines dieser Brote kam Honig. Das war vielleicht eine Sauerrei - meine Finger haben so geklebt! Wie kann man so ein widerliches, klebriges Zeug essen? Und ich dachte immer, Rübenkraut (das ist Zuckerrübensirup - falls man Rübenkraut nur in NRW sagen sollte) würde kleben...
Ich glaube, nach dem Jahr werde ich mich vor kaum noch etwas ekeln, gerade da ich auch bei der Pflege helfe...
Zurück zum Vegan Wednesday: Abends gab es ebenfalls Schwarzbrot mit Aufstrich, allerdings handelte es sich dieses Mal um Kräuter-Tomaten-Streichcreme. Darauf habe ich mir Tomate gelegt. Ansonsten habe ich noch einen Apfel gegessen.


Kommentare:

  1. Sieht sehr lecker aus und die Idee mit der Joghurtsoße muss ich auch mal probieren!

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  2. Das sieht wirklich nach einem leckeren Mittagessen aus :)
    Liebe Grüße
    Carola

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  3. hallo. von welcher firma hast du den sojajogurth benutzt? bei mir schmeckt das immer nicht. nach deinem fsj ekelst du dich wirklich vor nichts mehr! ich arbeite als krankenschwester... ;-)

    liebe grüße

    Me

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    1. Hallo Me,
      ich setze da auf Sojade, weil dieser Joghurt wirklich nur aus Wasser, Sojabohnen und Joghurtkulturen besteht. Das zeihe ich sowohl gesundheitlich als auch geschmacklich vor. Zur Not geht aber auch Provamel. Manche finden den aber auch leckrer. Es gibt beide in Biosupermärkten zu kaufen. Welchen du lieber magst, musst du einfach mal ausprobieren ;) Von Alpro sollt man jedenfalls bei allen herzhaften Gerichten die Finder lassen - der schmeckt nämlich süß.
      Liebe Grüße zurück :)

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