Mittwoch, 4. September 2013

Eine Tofugeschichte mit Hindernissen. Huch das schmeckt ja (doch)?! - Blogevent bei Jessi

Bei Be Veggie - going vegan gibt es derzeit ein Blogevent, an dem ich mich entschieden habe, teilzunehmen. Es geht um Lebensmittel, die man, bevor man vegan gelebt hat, nicht mochte und dann neu entdeckt hat. Leider ist meine Idee wenig kreativ. Mein Lebensmittel ist vermutlich das klassische Beispiel: Tofu.
Heute erfahrt ihr also meine Tofugeschichte mit Hindernissen. Als ich Ovo-Lacto-Vegetarierin war, hat meine Mutter mir einmal Tofu "zubereitet". Sie hat Naturtofu angebraten und mir waren beide der Ansicht, dass er total langweilig schmeckt.
Als ich schon länger Veganerin war, habe ich mich wieder an Tofu gewagt. Erst einmal wusste ich damit nichts anzustellen und es blieb bei dem langweiligen Zeug. Ich habe versucht ihn nach Fetaart einzulegen, aber leider hat er kaum den Geschmack aufgenommen.
Ich probierte Räuchertofu und stellte fest, dass mir der Rauchgeschmack gar nicht zusagte. Alles schmeckte nur nach Rauch. Inzwischen habe ich festgestellt, dass ich generell keinen Rauchgeschmack mehr mag. nur bei Veggieaufschnitt ist er teilweise okay. Nun aber weg von dem "Huch das schmeckt ja doch nicht?!" zu dem "Huch das schmeckt ja doch?!". Irgendwann probierte ich bereits gewürzten, aber nicht geräucherten Tofu in der Sorte "Basilikoum". Dieser schmeckte mir vor allem angebraten sehr gut. Ich habe ihn gerne aufs Brot gelegt oder einfach so gegessen.
Dadurch kehrte meine Motivation zurück und ich wollte wieder lernen, Tofu selbst zuzubereiten. Das Problem an Gewürzen war nur, dass sie zwar von außen würzten, der Tofu aber innen immer noch kaum Geschmack hatte. Irgendwann stolperte ich über Sojasoße. Wenn ich diese über den bratenden Tofu gieße, nimmt er sie auf. Außerdem schmeckt Tofu, der unter Anderem mit Sojasauce gewürzt ist, richtig lecker. Vielleicht sollte ich auch einmal mit anderen Soßen herum experimentieren? Noch eine Erfahrung durfte ich machen: Frischer Tofu aus dem Kühlregal schmeckt viel besser und hat eine ganz andere Konsistenz als jener aus dem normalen Supermarktregal. Ja, den frischen würde ich auch ungewürzt essen.
Außerdem mag ich selbstgemachten Tofufrischkäse sehr gerne und kann euch das Rezept nur ans Herz legen.

Heute möchte ich also meine Tofuzubereitung vorstellen. Ihr braucht dafür:
  • Naturtofu (welch eine Überraschung!)
  • Raps- oder Olivenöl
  • Sojasauce
  • Salz und Pfefffer
  • Gewürze nach Wahl, z.B. Kräuter der Provence und/oder Paprika
Ihr schneidet den Tofu entweder in dünne Scheiben, wenn ihr ihn aufs Brot legen, als Beilage oder einfach so essen wollt, oder zerbröselt ihn, wenn ihr Bolognese oder andere Soße kochen möchtet. Danach wird er in der Pfanne im Öl angebraten bis er goldgelb ist. Wenden bzw. umrühren nicht vergessen! Nun könnt ihr Sojasauce nach Belieben darüber gießen und ihn darin weiter braten. Schließlich wird er noch gewürzt.

Das war meine kleine Tofugeschichte und der umständliche Weg zu einem Lebensmittel, das mit inzwischen wirklich gut schmeckt.

Kommentare:

  1. Freue mich sehr, das du mitmachst.
    Tofu "Frischkäse" habe ich noch nicht versucht selbst zu machen, danke für das Rezept!!!

    Grüßle, Jessi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mich freut es, dass du dieses tolle Blogevent veranstaltest :)

      Löschen
  2. Wenn man etwas an der doch recht salzigen Sojasauce sparen möchte, kann man gut Gewürze und Kräuter verwenden, die von Natur aus würzig schmecken. Die meisten denken da vielleicht an Basilikum und Oregano, aber die duften meist nur ein wenig und würzen kaum... Ich empfehle vor allem Bockshornkleesaat, Scharbockskraut, Liebstöckel und wenn man den Tofu mal süß ausprobieren will Tonkabohnen. Besonders Scharbockskraut und Bockshornkleesaat würzen fast so intensiv wie Gemüsebrühe oder Sojasauce und wer einmal Tonkabohnen gerochen hat, wird süchtig (Aromastoff Cumarin --> Waldmeister, Steinklee etc.).

    Liebe Grüße vom Lieblings-Anon

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Lieblings-Anon :)
      Ich muss gestehen, dass das Kräuter sind, mit denen ich mich noch nie befasst habe. Vielleicht halte ich mal Augen danach auf :)
      Liebe Grüße zurück!

      Löschen
  3. Mir ging's ähnlich. Der erste Tofu war von der Sorte "mehlig mit ranzigem Plastikgeschmack". *schauder*
    Dann waren wir mal chinesisch Essen und ich hatte einen Salat mit frittiertem Tofu - omnomnom!! Der war so gut, dass ich dann verschiedene Sorten ausprobiert habe und direkt lernte, dass der Tofu je nach Firma geschmacklich und von der Konsistenz her sehr stark variiert.
    Ich lege meinen Tofu gerne über Nacht in eine Mischung aus Sojasoße, Ingwer, Knoblauch und Chili, schneide ihn dann vor dem Braten in Streifen oder Stücke und gebe beim Braten noch etwas von der Marinade hinzu. Sehr würzig und lecker!
    Mirin (Reiswein zum Kochen) gibt noch einen süßlichen Geschmack dazu und in Sesamöl angebraten schmeckt's auch wieder anders.
    Man kann das so schön variieren.
    Wenn man es mehr mediterran mag, kann man z.B. das Öl von eingelegten, getrockneten Tomaten zum Braten nehmen.

    Liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, es kommt wirklich auf die Firma an. Ich hatte letztens richtig widerlichen. der hatte auch gar keinen Biss.
      Danke für die tollen Tipps!
      Liebe Grüße zurück :-)

      Löschen
  4. Mir ging es auch ganz ähnlich, bzw. Tofu in großen Stücken esse ich immer noch nicht soo gerne (was vor allem daran liegt dass ich oft zu faul bin ihn vorher zu marinieren :D). Ich esse ihn am liebsten zerkrümelt und scharf angebraten, entweder als "Rührei" oder als Hackfleisch :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In großen Stücken esse ich ihn auch nicht, höchstens in dünnen Scheiben. Was Marinaden angeht, muss ich auch noch etwas üben ;)

      Löschen
  5. Huhu!

    du bist eine der Gewinnerinnen!!!
    Gratuliere!
    http://beveggie-goingvegan.blogspot.de/2013/09/gewinner-meines-blogevents.html

    Grüßle, Jessi

    AntwortenLöschen

Flüstern