Donnerstag, 21. November 2013

Im Wandel der Zeit

Wenn ich mir angucke, worüber ich früher gebloggt habe, finde ich mich darin kaum noch wieder. Nicht, dass das keine Themen wären, die mich nicht mehr interessieren würden. Nein, oberflächlich sind sie auch nicht. Sie haben einfach nur wenig mit mir als Person zu tun.
Mit der Zeit ging das zum Glück immer mehr in eine persönlichere Richtung.
Es ist immer schwierig, den schmalen Grad zwischen zu unpersönlich und zu privat zu finden. Es ist ja nun mal so, dass mein Blog, auch wenn ich meinen Namen nicht nenne, nicht vollständig anonym ist. Jemand, der mich persönlich kennt, könnte ihn finden. Da möchte ich natürlich nicht alles schreiben. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch über mein Leben bloggen und nicht nur über Themen, die mehr oder weniger damit zu tun haben.
Vor zwei Jahren habe ich dagegen völlig anonym gebloggt, aber dennoch wenig Privates geschrieben. Damals ging es viel um nachhaltiges und ethisch vertretbares Leben. Das liegt mir immer noch sehr am Herzen und dennoch könnte ich nicht mehr fast ausschließlich darüber bloggen. Auch dieses Jahr noch waren das die Themen, die oft überwiegten. 
Häufig schlug ich Zeit damit tot, stundenlang online zu sein und mir vieles durchzulesen, unzählige Blogs.
Aber irgendwie habe ich mich verändert. In den letzten Wochen oder Monaten bin ich fast schon ein anderer Mensch geworden. Ich habe ein Stück weit begonnen, mehr nach innen zu sehen und mich mit mir selbst zu beschäftigen. Nicht, dass ich das früher nicht getan hätte. Dennoch ist es mehr geworden.
Ich verbringe meine Zeit mit Dingen, die mir gut tun, wie Schwimmen, Yoga oder kreativen Sachen, anstatt mich stundenlang im Internet zu verkriechen. Ich mache mir auch mehr Gedanken darum, was mir gut tut, als darum, wie ich möglichst Gutes tun kann. Was natürlich nicht bedeutet, dass Andere mir jetzt egal wären. Ich lebe natürlich weiterhin vegan, trage fairtrade Kleidung und verwende Naturkosmetik und möchte das auch auf keinen Fall aufgeben. Nur ist es weniger ein Thema für mich, läuft so nebenher.
Ich denke, dass ich diese Zeit brauche, merke, wie gut sie mir tut.

Dementsprechend haben sich auch meine Blogthemen verändert und werden sich weiter verändern. Ich bin mit der Veränderung eigentlich soweit zufrieden.
Im Grunde ist das, worüber ich bloggen möchte, genau das, was der Name meines Blogs, den ich vor zweieinhalb Jahren fast schon gedankenlos auswählte, aussagt:

Die kleinen Dinge im Leben machen es lebenswert!

Und im Grunde passt das ja auch zu dem Thema Nachhaltigkeit und Ethik. Es geht darum, glücklich zu sein und dabei auch auf etwas "verzichten" zu können, anstatt immer alles haben zu wollen. 

Was bedeutet das nun? Dass ich weniger Zeit in den Weiten des Internets verbringen möchte, aber die übrige dafür aktiver dafür nutzen möchte, auch wirklich zu bloggen, und, mich nicht in der Bloggosphäre zu verlieren. Sicherlich werde ich nicht mehr so vielen Blogs folgen können. Die Blogs, mit deren Bloggern ich schon viel Austausch hatte, und ein paar weitere schöne werden aber auf jeden Fall weiterhin gelesen.

Ich habe bereits überlegt, bei Null anzufangen, so wie einige Blogger das tun. Zwar habe ich schon öfters alte Posts ausgemistet und werde das vielleicht auch noch einmal tun, aber alles löschen möchte ich dann doch nicht, auch wenn die Artikel von damals nicht mehr zu meinem heutigen Blog passen. Das ist doch auch irgendwie das Schöne an einem Lifestyleblog - dass er sich mit dem Leben des Bloggers wandelt.
Mal sehen, wo es mich und im regen tanzen hinführt...

Kommentare:

  1. Ich habe auch erst mein Konzept überdacht, muss echt manchmal sein :-)
    Bin gespannt wie's wird.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich hab ja irgendwie das Gefühl, dass ich mein Konzept alle paar Monate ändere - falls ich sowas überhaupt besitze^^

      Löschen
  2. Die Vergangenheit ist ein Teil des Lebens, den man ja nicht einfach löschen kann.
    Ob der Verlauf nun positiv oder negativ war oder man sich einfach nur verändert, man sollte dazu stehen.
    Von daher finde ich es gut, dass du den Blog nicht einfach löschst und einen neuen anfängst, wie es leider einige andere tun.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe auch schon einmal einen neuen Blog begonnen und den alten gelöscht, allerdings sollte das dann auch etwas ganz Neues werden und nicht nur eine Veränderung, nachdem ich mit dem ersten Versuch eher unzufrieden war... Nach fast drei Jahren des Bloggens würde ich das aber nicht mehr machen...

      Löschen
  3. Ich finde Deine innere Wandlung ganz toll :) Schreiben ist die eine Sache .. leben, fühlen, Emotionen erkennen, lieben, sich freuen, über etwas trauern oder ganz arg doof finden, Freunde und Family treffen usw. im RICHTIGEN Leben, ist die andere Sache :) Ich werde Dir gerne folgen - ganz egal mit was Du Deinen Blog füllst :) Liebe Grüße, Jessi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das freut mich :)
      Ja, das richtige Leben ist etwas ganz Anderes als schreiben. Ich möchte jetzt aber mehr versuchen, zumindest einige Aspekte des Lebens - vor allem die schönen - mit Worten einzufangen :-)
      Liebe Grüße zurück

      Löschen
  4. Also ich persönlich finde es immer ganz interessant, zu sehen was für eine Entwicklung jemand mit dem Blog gemacht hat, deswegen würde ich meinen wohl nicht löschen (ausser ich würde ganz aufhören zu bloggen) und auch keine einzelnen Posts. Auch wenn ich mich mit manchen heute nicht mehr wirklich identifizieren kann :D Finde es toll dass Nachhaltigkeit immer noch ein wichtiges Thema für dich ist <3

    AntwortenLöschen
  5. Dankeschön, mag es ja Dinge mal anders darzustellen :D Ja das stimmt allerdings... habe schon schlimme Zeiten und Krisen hinter mir und bin dadurch vielleicht stärker geworden. Und kann mit Krisen die noch kommen besser umgehen. Alles hat seine Vor- und Nachteile :)

    AntwortenLöschen

Flüstern