Freitag, 7. März 2014

Die Überbleibsel der alten Haarsünden

Ich habe vorhin mal alte Bilder von mir gesucht, auf denen man meinen Haarzustand zu der Zeit, in der ich noch silikonhaltige Haar"pflege"produkte verwendet habe, erkennt, nachdem ich einen Threat mit Vergleichsbildern mit und ohne Silikonen im Langhaarnetzwerk gesehen habe. Ein Blick lohnt sich: Gerade Locken sehen ohne wirklich viel, viel besser aus. 
Mit 14(?) und der falschen Haarpflege
Meine Haare heute mit der richtigen Pflege

Ich hatte damals wirklich katastrophales Haar. Nicht nur, dass es trocken, splissig und brüchig war, sondern auch hatte ich einen Haarschnitt, der eine doch recht schlechte Grundlage zum wachsen lassen darstellt, und zwar Stufen. Ich fange jetzt lieber nicht an, davon zu reden, dass mir meinen Naturhaarfarbe ganz und gar nicht steht und vor allem nicht zu meinen dunklen Augen passt, weil es darum heute gar nicht gehen soll...

Meine damalige Routine sah so aus: Jeden Tag mit Shampoo mit scharfen Tensiden und Silikonen und viel zu heißem Wasser waschen und anschließend mit irgendeinem Conditioner "pflegen", der wahrscheinlich mehr kaputt gemacht als gerettet hat. Wenigstens wusste ich, dass Shampoo auf die Kopfhaut und Condi in die Längen gehört. Nach dem Waschen wurde das nasse Haar gebürstet. Ich bin schließlich mit nassem Haar ins Bett gegangen, wodurch ich die ganze Nacht gefroren habe und oft erkältet war, davon abgesehen, dass gerade nasse Haare sehr empfindlich sind und darauf liegen und über das Kopfkissen reiben bestimmt nicht gut ist. Später habe ich mein Haar sogar heiß geföhnt. 
Frisieren hat mir nie gelegen und stark durchgestuftes Haar ist dafür so wie so eher weniger geeignet, da die vorderen Haare immer wieder aus der Frisuren rutschen und überall Stufen herausstehen. Also wurde es immer offen getragen und war stehts dem Reiben an Kleidung etc. und vor allem der trockenen Heizungsluft im Wechsel mit der kalten Luft draußen im Winter ausgesetzt. 
Trotz des grausamen Haarzustandes habe ich (zum Glück!) begonnen, mein Haar wachsen zu lassen. Den Traum von langem Haar träume ich schon seit ich in der ersten Klasse bin. Bis dahin hatte ich einen ganz furchtbaren Bob. Aus irgendeinem Grund habe ich das mit dem Wachsenlassen nie wirklich durchgehalten, vielleicht waren aber auch meine Eltern gegen langes Haar gewesen, die mir zuvor schon den Bob angetan haben, jedenfalls lief es darauf hinaus, dass mein Haar die nächsten Jahre meist etwas länger las schulterlang war. Vielleicht hatte ich auch wegen dieser Haarlänge so viel Spliss, weil die Haare ständig an den Schultern reiben.
Dennoch ließ ich mein Haar wachsen, was natürlich ewig dauerte, da auf der einen Seite so viel wieder abbrach, dass es kaum länger wurde, und auf der anderen Seite die Friseuse auch jedes Mal richtig viel abschneiden musste, da alles voller Spliss war. Hinzu kam vielleicht noch, dass Friseure geneigt sind, einem noch irgendwelche ach so schicken Frisuren zu schneiden, anstatt das Haar gerade abzuschneiden.
Jedenfalls habe ich mich immer gewundert, dass der Zustand meiner Haare so grausam ist, wo ich doch gar nichts Schlimmes damit mache, während die anderen Mädels sie täglich glätten oder chemisch färben. Als ich durch das Internet langsam die Tricks der Langhaarigen kennenlernte, fand ich davon zunächst vieles übertrieben und kleinlich und suchte stattdessen nach DER einen Sache, die meine Haare so trocken und kaputt macht. Doch mit der Zeit übernahm ich immer mehr der Tricks und heute sind meine Haare kaum noch trocken und die Spitzen bekommen auch keinen erkennbaren neuen Spliss.
Meiner unteren Haarpartie vor allem sieht man die Haarsünden von früher leider noch sehr an. Ich habe immer noch einige Stufen, was aber auch daran liegt, dass ich früher eine U-förmige Kante sehr mochte und auch selbst meine Haare etwas verschnitten habe, als ich vor einem Jahr versucht habe, Spliss heraus zu schneiden. Diese ganzen Splissschnitte stehen inzwischen so wie so auf meiner imaginären No-Go -Liste *zwinker*, da sie die durch den Haarbruch eh schon dünnen Spitzen nur noch mehr ausgedünnt haben, ich den Großteil des Splisses aber dennoch nie los wurde. Leute wirklich, macht das nie!

Heute sieht meine Pflege so aus: Zweimal die Woche wasche ich meine Haare mit Alepposeife und danach wird mit einer Mischung aus Wasser und Apfelessig sauer gerinst. Zur Pflege (sowohl vor dem Waschen als auch als Leave-In) verwende ich Kokosöl in Längen und Spitzen. Da ich meine Haare, um sie zu schützen, so wie so meist hochstecke oder einflechte, macht es auch nichts, wenn ich mal etwas zu viel nehme. Etwa einmal im Monat werden sie mit Henna von Khadi. meinem absoluten Lieblingshenna, rot gefärbt. Zum Entwirren verwende ich lieber einen grobzinkigen Kamm als eine Bürste.


Inzwischen sehen meine Haare ganz anders aus. Nur in den Spitzen sind immer noch die Überbleibsel der schlimmsten Zeit. Und genau die möchte ich jetzt loswerden. Endlich bin ich an einem Punkt, an dem ich meine Haare lang finde, und sie mir generell sehr gut gefallen - währen da nicht die Spitzen. Auf Dauer möchte ich sie zwar noch länger haben, aber es ist in Ordnung für mich, noch etwas bei der doch recht ästhetischen Taillenlänge zu bleiben. Was plane ich also? Ich möchte mein Haar noch ein Stückchen wachsen lassen und es danach wieder abschneiden lassen. Ich weiß nur nicht, von wem ich es schneiden lassen soll. Friseuren vertraue ich nicht. Die schneiden nicht nur gerne zu viel ab, sondern einem auch noch modische Frisuren ins Haar. Ich möchte einfach nur eine gerade Kante. Meint ihr, ich finde einen, der das macht? Ansonsten könnte ich noch meinen Vater fragen, ob er mir die Haare schneidet. Mal sehen...

Kommentare:

  1. Danke! Vielleicht habe ich zu wenig Tomatenmark und Gewürze rein gemacht... bin ja eh nicht so begabt was kochen angeht :D

    Sehr interessant wie du deine Haare pflegst weil sie dadurch ja sehr gesund geworden sind. Leider muss ich meine jeden Tag waschen weil sie immer schon nach einem Tag fettig werden -.- Vielleicht liegt dass aber auch an falschen Shampoos.... ich weiß es nicht. Aber witzig, ich glaube ich habe fast die gleiche Naturhaarfarbe wie du, die ich aber auch absolut nicht mag :D

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  2. Weiß auch nicht wieso meine Haare schon nach einem Tag fettig werden :( Aber ja, an manchen sieht dunkelblond gut aus aber an mir wohl auch nicht. Habe meine Naturhaarfarbe aber auch schon jahrelang nicht mehr gesehen :D

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  3. Danke für die liebe Antwort :)
    Ich werde mir das aufjednfall einmal anschauen.
    Übringens mag ich deine Haarfarbe, sie steht dir wirklich gut!
    Hatte mal eine ähnliche aber mir stand es nicht wirklich
    xoxo
    Angel

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  4. Haha, das mit dem "Ok. Ich lass mir die Haare schneiden, aber von wem?!" denke ich mir auch jedes Mal vorm Friseurbesuch! :D Andere haben so ihren Stamm-Friseur oder gehen einfach zu dem teuersten, aber selbst die können einem die Haare ruinieren! :D Mein Wunsch ist meistens "Einfach so wie vorher lassen, nur die Spitzen ein GAAAANZ bisschen weg!" :D
    Das mit dem Apfelessig... also ich benutze manchmal Apfelessig für die Haut, aber ich finde das riecht nicht gerade super... lässt du das dann einfach in den Haaren drin? Verzieht sich der Geruch nach einer Weile oder überdeckst du ihn durch etwas anderes oder wie machst du das? :)

    Lg. Sophie ♥

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