Montag, 15. September 2014

Von der Leichtigkeit der Einfachheit

Namaste und hallo, ihr Lieben!
Heute gibt es ein kleines Zwischenfazit zu meiner -30 Challenge. Ich hänge in den letzten Tagen leider in einem kleinen Motivationsloch, weshalb es auch erst heute einen Post zu dem Thema gibt. Ich habe mich schon von einigem getrennt, bin dennoch leider noch nicht bei fünfzehn Sachen angekommen. So ist das nun mal manchmal im Leben und eine Challenge wäre ja auch keine solche ohne Herausforderung. Ich möchte auf jeden Fall bis Ende des Monats auf dreißig Sachen kommen, die ich in meinem Leben weniger herumliegen habe. Was ich noch plane, ist, ein paar Sachen in einem Umsonstladen abzugeben. Das sind Läden, in denen man Dinge, die noch in gutem Zustand sind (kein Müll!), abgeben kann, und, die sich Andere, die sie haben möchten, mitnehmen können. Das alles funktioniert ohne Geld. Genaueres findet ihr hier.

Früher war mein Zimmer bei meinen Eltern voll mit Sachen. Viel zu viel hatte sich mit den Jahren angesammelt. Meine Großeltern meinten es besonders gut und haben ihre beiden Enkelinnen mit Geschenken und Mitbringseln nur so überhäuft. Da war es auch egal, dass wir beide schon mehr als genug Kram hatten.
Ich hatte viel zu viel und konnte doch nichts wegschmeißen - "man könnte das ja noch einmal gebrauchen" - und mir fehlte auch die Motivation das alles auszumisten. Als klar war, dass nicht all das, was ich aus meinem Wohnheimzimmerchen mitbrachte, in mein Zimmer passen würde, ging das große Wegwerfen los. Ich frage mich wirklich wie all das jemals hinein passte.
In meine Wohnung möchte ich so wie so nicht so viel mitnehmen.

Jetzt fühle ich mich leichter, wohler. Es ist angenehm, nicht von seinen Besitztümern erschlagen zu werden. Und ich weiß, dass ich nicht viel brauche, um glücklich zu sein. Eigentlich habe ich diese Challenge begonnen, nachdem das meiste weg war. Aber vielleicht ist ja auch gerade das gut, da sie mich so motivieren kann, mich jeden Tag von etwas zu trennen und nicht aufzuhören mit dem Ausmisten. Außerdem habe ich das ein oder andere neu strukturiert. Zu meinem Geburtstag hatte ich von meiner Tante eine selbstgemachte Etagere geschenkt bekommen, die wirklich wunderschön ist, aber bis dato leider doch nur sinnlos herumstand. Außerdem suchte ich schon lange eine ästhetische Aufbewahrungsmöglichkeit für meinen Haarschmuck. Also legte ich ihn kurzerhand auf die Etagere. Ich nutzte die Gelegenheit, einen langsam kaputt gehenden Haarreif, den ich so gut wie nie getragen hatte, da er mir im Endeffekt doch nicht mehr gefiel, und zwei Haarspangen, die ich nicht trug, auszusortieren. Der Reif landete im Mülleimer und die Spangen gab ich meiner Mutter.

Natürlich ist es auf Dauer nicht mein Ziel, möglichst viel wegzuwerfen, sondern, dass sich gar nicht wieder so viel ansammelt. Gerade der Konsum ist für mich ein wichtiges Thema. Ich finde, dass viel zu viel gekauft wird, was man gar nicht benötigt. Leider ist das ja auch hier in der Bloggergemeinschaft sehr verbreitet, wenn schon wieder der nächste Haul präsentiert wird, der wiederum Andere zum Kauf anfixt. Klar ist der Austausch unter Bloggern meist auch sehr angenehm, aber das finde ich ziemlich schade.
Im Prinzip spiegelt es aber auch nur die Einstellung unserer Gesellschaft zum Konsum und treibt es teilweise auf die Spitze.
Ich möchte mich ein Stück von dieser Wegwerfgesellschaft distanzieren, indem ich mir regelmäßiger Fragen stelle, wie, ob ich etwas wirklich brauche, haben möchte und benutze oder ob es irgendwann doch nur herumliegt. Meinen Blickwinkel möchte ich mehr von dem Massenkonsum weglenken und mehr hin zu den wichtigen Dingen in meinem Leben. Ich denke, dass Minimalismus und bewusstes Leben oft Hand in Hand gehen.
Der Weg, den ich gehen möchte, ist, bewusster darauf zu achten, was mir wirklich wichtig ist, um vieles darauf reduzieren zu können, und, weniger zu konsumieren, was ich nicht brauche. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch minimalistischer sein, um mehr Zeit, Energie und Geld dafür zu haben, bewusst das zu tun, was mir wichtig ist.

Mich einfach leichter zu fühlen, ist mein Ziel. Ich möchte materiellen Ballast abwerfen und einfacher, aber fokussierter leben.

Die Etagere mit meinem Haarschmuck - in dem Organzasäckchen sind Bänder zum einflechten

Kommentare:

  1. Schön formuliert! Ich finde ja gerade die Gedanken, die einem während der Challenge so durch den Kopf gehen, so unglaublich interessant und bereichernd. Dazu finde ich es total faszinierend, wie unterschiedlich doch solche Zwischenfazite ausfallen können. Nicht inhaltlich, sondern von der Gewichtung der Themen her. Meins wird morgen online gehen, dann weisst Du bestimmt sofort, was ich meine :)
    Auf eine tolle zweite Hälfte und auf, dass Du Deine dreissig Gegenstände zusammenbekommst!

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  2. Sehr gute Idee! :)
    Ich habe mein Zimmer ja total ausgemistet und frei und leer gemacht, bevor ich angefangen hab fürs Abi zu lernen! :)
    Hat auch richtig viel gebracht, weniger Ablenkung und man fühlt sich einfach freier! :)

    Liebe Grüße ♥

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