Dienstag, 2. September 2014

Yoga Diary #3: Zwischenfazit

Es ist tatsächlich schon zwei Monate her, dass ich das letzte Mal von meiner Yoga "Challenge" berichtet habe, obwohl ich doch eigentlich regelmäßig Tagebuch schreiben wollte. Ich gelobe aber Besserung und das ist kein leeres versprechen, weshalb es heute ein kleines Zwischenfazit gibt.
Warum ich das Wort "Challenge" in Anführungszeichen setze?, fragt ihr euch vielleicht. Weil aus der einstigen "Challenge" mittlerweile Alltag geworden ist. Für mich gehört ein morgendliches Yogaprogramm inzwischen zu einem guten Start in den Tag, genauso, wie ich mich abends mit einigen Yogaübungen entspanne, bevor ich schlafen gehe. Ich begrüße und verabschiede einen Tag also mit Yoga. Ich verbringe damit viel mehr Zeit auf der Yogamatte als noch vor drei Monaten, auch hat sich meine gesamte Praxis verändert. Ich übe eigenständig einige Asanas (=Yogaübungen), die ich (mehr oder weniger gut) kenne, anstatt die Programme zweier Youtubekanäle zu machen. Ich konzentriere mich nun mehr und mehr auf den seelischen neben dem körperlichen Aspekt. Ich sehe Yoga mehr als ein ganzheitliches Konzept, das über die körperlichen Haltungen hinausgeht und einen gesamten Lebensstil umfasst. Bei diesem geht es um Achtsamkeit gegenüber sich selbst und Anderen.
Andererseits bemerke ich auch einige persönliche Grenzen, wie ich Yoga praktizieren möchte. So bin ich nun mal ein sehr wenig spiritueller und schon gar nicht gläubiger Mensch und suche in meiner Praxis keine religiöse Erleuchtung. Dieses eigentliche "Ziel" des Yoga, wenn man das überhaupt so nennen kann (schließlich ist ja immer der Weg das Ziel), hat mich öfters zweifeln lassen, ob ich da überhaupt hineinpasse. Ich weiß aber, dass ich auch vieles mit den "klassischen" Yogis teile. Auch ich suche mit meiner Yogapraxis ein Gleichgewicht im Leben.
Dieses konnte ich schon ein Stück weit mehr herstellen, indem ich gelernt habe, liebe- und verständnisvoller und offener mit mir selbst umzugehen. An dieser Steller ist vor allem wichtig bewusster auf die eigenen Gedanken zu achten und sich zu fragen, ob diese produktiv oder negativ sind. Auch ist mir bewusst geworden, wie viel besser man sich in einem ordentlichen, gemütlichem Raum entspannen kann, als in dem Chaos, welches sich leider gerne mal bei mir ansammelt und sehr viel daran gearbeitet.
Insgesamt hat sich mein innerer Schweinehund mir immer wieder in den Weg gestellt, konnte aber schlussendlich doch noch jedes Mal bezwungen werden.
Ich habe mich mehr auf die Atmung, die im Yoga eine sehr wichtige Rolle spielt, konzentriert und gelernt, viele Asanas besser auszuführen, da ich mich viel damit beschäftigt und vor allem viel geübt habe. Das ist wichtig, denn "Yoga muss gelebt werden, um gelernt zu werden" (Swami Vishnudevanda)

Für die Zukunft nehme ich mir nun vor, noch bewusster mit mir selbst umzugehen und mehr auf meine Gedanken zu achten. Außerdem möchte ich mich mehr auf die Meditation vorbereiten. Ich möchte mich einerseits mehr mit dem Thema befassen, andererseits täglich zehn bis fünfzehn Minuten lang üben. Es wird häufig empfohlen, jeden Tag um die gleiche Uhrzeit und am selben Ort zu praktizieren.
Ich habe mir vorgenommen, dass diese Uhrzeit, so lange ich noch frei habe, zwischen neun und halb zehn (morgens) sein soll, und der Ort vorerst auf meiner Yogamatte, die langweiliger Weise einfach nur mitten in meinem Zimmer liegt. In meiner baldigen Wohnung werde ich mir dann möglichst eine kleine Meditations- und Entspannungsecke einrichten.
Namaste und einen schönen Abend noch!

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