Mittwoch, 15. Oktober 2014

-30 Challenge: mein Fazit

Der September ist wirklich wie im Flug vergangen. Plötzlich ist es schon Mitte Oktober. Wer letzten Monat öfters mal bei meiner -30 Challenge vorbei geschaut hat, der hat mitbekommen, dass ich mich ein paar Tage vor Ende von den letzten meiner dreißig Dinge getrennt habe. Beim Packen der Umzugskartons sind mir noch so einige Sachen in die Hände gefallen, die ich doch nicht mitnehmen wollte, sodass es sogar letztenends über dreißig Sachen waren.
 Dann kam der Umzug und ich war wirklich dankbar, nicht so viel mitnehmen zu müssen. Dennoch sind meine Schränke jetzt, bis auf den Platz, den ich für die Unisachen freihalte, voll. Und das stört mich jetzt schon wieder etwas, aber ist vielleicht auch fast schon unausweichlich in unserer heutigen Welt. Irgendwie sind doch Kulturen und Völker beneidenswert, die mit wenig auskommen und mit dem zufrieden sind, was sie haben. Ich stelle mir das Leben so in doppelter Hinsicht um einiges leichter und unbeschwerter vor.
Für mich persönlich ändert das aber nichts, da ich nun mal nicht zu einem solchen Volk gehöre, sondern mich mit unserem westlichen Lebensstil arrangieren muss, der aber nun auch wieder seine Vorzüge mit sich bringt. Tauschen wollen würde ich nämlich auch nicht. Aber das Mitglied welcher Kultur würde das schon?
Daher stellt sich nun konkret die Frage: Was nehme ich mir für mich und mein Leben im Bezug auf Minimalismus vor?
Ich möchte auf jeden Fall die Sache bei der Wurzel packen. Ich habe jetzt einmal groß ausgemistet und das war auch wirklich von Nöten, aber es wäre schwachsinnig, mir nun vorzunehmen, jedes halbe Jahr einmal auszumisten oder wie auch immer. Nein, es geht darum, dass sich gar nicht erst wieder so viel ansammelt. Dazu stelle ich mir regelmäßig die Frage: Brauche ich das jetzt wirklich oder finde ich das gerade nur ganz nett und morgen liegt es schon vergessen in irgendeiner Schublade? Ich versuche mir auch vor Augen zu führen, dass ich doch gerade erst so viel ausgemistet habe und ich doch jetzt nicht gleich wieder so viel ansammeln will. Ich versuche auch meinen Konsum im Oktober etwas zu dokumentieren, um zu sehen, wo sich irgendetwas einschleicht, dass ich eigentlich gar nicht brauche, und, um einfach bewusster zu kaufen.
Ich merke tatsächlich, wie es mich entgegen diesem Haben Will, das einem offenbar von der Werbeindustrie eingepflanzt wurde, eher unglücklich macht, viel zu kaufen. Es ist für mich mehr eine Last als eine kurzfristige Freude geworden. Da kaufe ich lieber weniger ausgewählte Teile, an denen ich mich länger erfreuen kann.
Ein bewusster und durchdachter Konsum ist für mich daher die Lösung.

Kommentare:

  1. Treffend und absolut toll formuliert! Gerade das Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens finde ich extrem wichtig und genau dieser Prozess wurde durch die Challenge auch bei mir angestossen. Klar, es gibt immer Bereiche, wo man nicht widertehen kann, doch dort, wo man es kann, sollte man es auch tun!
    Vielen Dank für Dein Fazit!

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    1. Ich finde es toll, dass auch bei dir dieser Anstoß kam :-) Ohne darüber nachzudenken kauft man ja leider doch oft mehr, als man eigentlich möchte. Perfekt ist natürlich keiner.

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