Montag, 5. September 2016

Meine Erfahrungen mit High Carb. Teil 1: Körperliche Veränderungen

Da ich jetzt seit vier bis fünf Monaten High Carb bzw. die Starch Solution mache, möchte ich eine kleine Reihe starten, um einfach mal ein paar Eindrücke mit euch teilen. Es soll in dieser Reihe um körperliche Veränderungen gehen, um die High Carb Szene und um Dr. McDougalls Buch "Die High Carb Diät" (engl. "The Starch Solution"). Vielleicht fallen mir auch noch mehr Themen ein - mal sehen.
 
Ich möchte zu Beginn erst einmal gerne meine subjektiven Erfahrungen bezüglich körperlicher Veränderungen mit euch teilen. Natürlich möchte ich nicht behaupten, dass sich alles, was sich bei mir verändert hat, bei euch auch verändern wird, und, natürlich kann ich nicht belegen, dass alles durch die Ernährungsumstellung zustande kommt. Und doch finde ich es sehr interessant und beeindruckend, da viele Leute ähnliche Dinge berichten.
Da ich zuvor im Gegensatz zu vielen Leuten, die mit der Starch Solution beginnen, keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme hatte, habe ich keine riesigen Veränderungen durch die Ernährungsumstellung erwartet. Ich hätte auch weitergemacht, wenn sich gar nichts verändert hätte. Interessant ist es aber dennoch, wenn einige dieser kleinen gesundheitlichen Problemchen, die man so hat und denen man nie Beachtung geschenkt hat, verschwinden. Schließlich geht es mir vor allem darum, nicht in einigen Jahrzehnten unter den Folgen meiner bisherigen Ernährung leiden zu müssen. Vielleicht würde ich nur mehr Ausnahmen machen, wenn ich nicht durch die unmittelbaren Auswirkungen merken würde, dass selbst wenige Ausnahmen schon Folgen haben. Vielleicht auch kurzfristig mehr als langfristig?
 

 

Energie

Die einzige Veränderung, die ich wirklich erwartet habe, ist, dass ich mehr Energie haben würde. Und oh ja, die habe ich. Zum Teil hat da sicherlich auch der Plazeboeffekt mit reingespielt. Gerade das Gefühl, Energie zu haben, ist nach meiner Erfahrung auch sehr von Gedanken und Einstellungen abhängig. Ich bin mir aber relativ sicher, dass es mehr als nur der Plazeboeffekt ist. Früher hatte ich oft das Problem, etwas tun zu wollen, aber das Gefühl zu haben, dass mir aber die Energie fehlt. Heute habe ich das fast ausschließlich noch, wenn ich auf etwas auch keine Lust habe. Auch fühle ich mich zwischendurch am Tag nur noch selten schlapp und energielos, während das früher ziemlich oft vorkam, und habe ich mehr Energie für Sport. Am Anfang habe ich mich übersprudelnd vor Energie gefühlt, sodass ich das Gefühl hatte tausend Dinge tun zu können, aber mittlerweile habe ich mich an das neue Energielevel gewöhnt. Es ist also nicht mehr so besonders und sondern alles relativ alltäglich, aber zurück würde ich dennoch nicht wollen. Man kann sage, dass sich meine Energie auf einem höheren Niveau eingependelt hat. Dennoch habe ich zum Beispiel heute gemerkt, dass sehr starken Bewegungsdrang habe, weil ich seit drei Tagen keinen Ausdauersport gemacht habe. Früher hat mich Sport so viel mehr Überwindung gekostet und ich hatte deutlich weniger Bewegungsdrang.
Begleitend zu dem höheren Energielevel fühle ich mich auch positiver gestimmt und lebensfroher. Und auch das hat sich auf höherem Niveau eingependelt. Die ersten Wochen war ich voller Energie und guter Laune und mittlerweile bin ich einfach etwas positiver gestimmt als früher.

 

Kreislauf

Ich hatte früher im Sommer immer sehr viel mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. An heißen Sommertagen war mir die ganze Zeit schwindelig, ich konnte fast nur herum liegen und ich habe mich wie krank gefühlt. Außerdem fand ich die Hitze unerträglich. Ich hätte niemals für möglich gehalten, aber das war dieses Jahr um Längen besser. Etwas schwindelig war mir trotzdem noch manchmal und ich hatte weniger Energie als sonst, aber das ging voll klar.

Verdauung

Eine weitere bedeutende Veränderung ist, dass mir nur noch sehr selten übel ist. Bevor ich die Starch Solution gemacht habe, war mir fast täglich übel und zwar immer dann, wenn ich etwas mit viel Fett gegessen hatte. Mir ist Fett als Auslöser zwar schon zuvor aufgefallen, allerdings habe ich dann doch immer wieder irgendetwas gegessen, das fettig war. Gerade, weil es meistens nicht bei drei Nüssen oder nur einem Stückchen dunkler Schokolade blieb (helle war okay, aber die mochte ich nicht so). Jetzt da ich konsequent bin, wird mir natürlich nicht mehr schlecht, nur wenn ich mal eine Ausnahme mache, bin ich noch viel empfindlicher als früher.
Ich kann auch meistens ziemlich gut auf's Klo gehen, meistens morgens einmal und dann im Laufe des Tages nochmal, während ich früher oft öfters zum Klo bin und das Ganze nicht sehr fest war und auch nicht komplett hinauswollte. Vor allem, wenn ich viel gegessen hatte - also fast immer.

 

Haut und Fingernägel

Mein Hautbild hat sich, seitdem ich fettarm esse, deutlich verbessert. Ich hatte früher viel mehr und größere Pickel. Wobei ich auch trotzdem noch Pickel habe, selbst wenn meine letzte Ausnahme fast einen Monat her ist. Keine Ahnung, ob die noch weggehen. Vielleicht ist das Versprechen der makellosen Haut aber auch ein falsches. Außerdem hatte ich, bevor ich High Carb angefangen habe, einige trockene und schuppige Hautstellen: Meine Unterschenkel und in der Nähe der Augen. Nur auf dem Kopf habe ich leider immer noch Schuppen. Was die Kopfhaut ansonsten angeht, durfte ich feststellen, dass sie nur noch wenig fettet. Hier merke ich - neben der Übelkeit - Ausnahmen am meisten: Wenn ich wenige Ausnahmen hintereinander mache, sind meine Haare drei Tage, nachdem ich sie gewaschen habe, als hätte ich eine Ölkur hineingeschmiert, während sie ansonsten nach fünf Tagen leicht fettig sind (wobei ich besser nicht fünf Tage mit dem waschen warten sollte wegen der Schuppen). Außerdem bekomme ich schuppige Stellen in der Nähe der Augen und schuppige Unterschenkel und ganz viele kleine und ein paar große Pickel.
Meine Fingernägel sind vorher immer wieder eingerissen und jetzt nur noch selten.

 

Menstruation

Meine Menstruation ist tatsächlich regelmäßiger geworden. Früher hatte ich sie mal nach drei Wochen, dann mal nach fünf oder sechs, und jetzt kann ich auf wenige Tage genau sagen, wann ich sie bekomme. Nur einmal hat sie sich - warum auch immer - verschoben. Außerdem habe ich fast keine Schmierblutungen mehr, während ich die vorher oft an den letzten Tagen hatte.
 
 
Und ich bin gerade selbst ein bisschen erstaunt, wie viel da doch zusammenkommt, wenn ich einmal alles aufschreibe.
 

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