Freitag, 19. April 2013

Kokosnussöl zur Haarpflege - meine große Liebe

Zunächst gilt hier zu sagen, dass meine Erfahrungen natürlich subjektiv sind und das, was meinen Haaren gut tut, vielleicht gar nicht das Richtige für eure ist, weil ihr ganz andere Haare habt. Wie ich hier schon öfters erzählt habe, habe ich trockene, spröde und splissige Haare, die langsam wachsen. Sie sind vollständig glatt und ich würde sie nicht als "widerspenstig" bezeichnen. Ich habe dazu seit ich auf weniger konventionelle Produkte setze, einiges ausprobiert. Natürlich waren günstige Spülungen von Alverde dabei - also quasi die Klassiker im günstigeren Naturkosmetikbereich. Sie haben meine Haare leichter zu kämmen, weicher und griffiger gemacht. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie sie nur angenehmer machten, nicht aber wirklich pflegten. Brave Haare sind ja ganz nett, aber ich hab mich an meinen kaum widerspenstigen Haaren eigentlich nie gestört. Hinzu kam, dass Locken und viele Frisuren kaum noch halten wollten. Also für Leute mit widerspenstigen Haaren eine Empfehlung, wobei ich da auch schon gehört habe, dass sie zu wenig bewirken. Meine Erfahrungen mit Kuren waren da deutlich besser. Ich habe zwei Kuren ausprobiert: eine von Alterra und eine von Lush. Sie haben meine Haare wunderbar weich gemacht und gepflegt (zumindest so weit es sich beurteilen lässt), vor allem die Alterrakur, aber auch sie wurden nicht mit der Trockenheit fertig. Außerdem hatte ich irgedwann einmal ein Leave-In-Produkt von Alverde, bei dem ich leider überhaupt keine Wirkung bemerkt habe.
Von Öl in den Haaren hat wahrscheinlich jeder, der sich etwas mit alternativen Haarpflegemethoden und Hausmittelchen beschäftigt, schon einmal gehört. So war Olivenöl mein erster Versuch. Leider brachte auch dieses wenig bei meinen trockenen Haaren, was aber vielleicht auch daran liegen kann, dass ich es nur in ganz kleinen Mengen benutzt habe. Der Grund hierfür ist der zweite große Nachteil: Es lässt sich kaum wieder auswaschen. Bei lockigen Haaren soll das wohl einfacher sein.
Hoffentlich habt ihr mit den genannten Pflegeprodukten oder dem Olivenöl bessere Erfahrungen gemacht, aber meine waren leider weniger rosig. Nichts hat verhindert, dass vor allem im Winter meine Haare extrem trocken waren.


Trotzdem habe ich nicht aufgegeben und etwas ausprobiert, wovon ich im Internet schon öfters gelesen hatte: Kokosnusssöl. Vor allem in Asien verbreitet, ist es eines von den Ölen, die im möglichst unverarbeiteten Zustand besonders gut zur Haarpflege geeignet sind.
Als ich ein Glas fair gehandeltes und kaltgepresstes Kokosöl in einem Bioladen entdeckte, probierte also auch ich es aus. Und ich kann sagen, dass ich total begeistert bin. Dieser Winter ist tatsächlich der erste seit langem, in dem ich nicht mit völlig spröden Haaren durch die Weltgeschichte laufe, sondern meine Haare ziemlich gepflegt aussehen und nur noch leicht trocken sind.
Das Besondere am Kokosöl ist, dass es bei ca. 25° C. schmilzt, also hier zu Lande fest ist. Beim Verteilen in den Haaren schmilzt es langsam durch die Körperwärme. Dadurch wird meiner Meinung nach die Dosierung und das Verteilen enorm erleichtert.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Öle anzuwenden. Entweder man massiert sie eine Zeit vor dem Waschen nur in die Längen und Spitzen ein oder sogar auch in den Ansatz und die Kopfhaut. Ersteres lässt sich natürlich leichter auswaschen und ich habe gemerkt, dass bei der zweite Variante durch das längere und teilweise sogar zweimalige Auswaschen ein großer Teil der Pflegewirkung wieder aufgehoben wird, schließlich ist waschen, wenn auch kaum vermeidbar, leider alles Andere als pflegend. Trotz des Shampoos hat das Kokosöl miene kopfhaut sehr gut getan, als sie vor kurzem plötzlich sehr schuppig war.
Generell ist das Auswaschen mit Shampoo aber selbst, wenn man die kompletten Haare einölt, relativ einfach.Wenn man das Öl nur in den Spitzen und Längen verteilt, reicht es, diese auch miteinzushamponieren und schon erlebt man, wenn die Haare getrocknet sind, keine böse, fettige Überraschung. Eigentlich soll man das Öl vor der Anwendung erwärmen und im feuchten, warmen Haar verteilen. Davon abgesehen, dass meine Haare so wie so ganz schnell wieder kalt sind (wie das klingt :D), ist mir das auch irgendwie zu umständlich. nebenbei erwähnt habe ich das Gefühl, dass der Pflegeeffekt größer ist, wenn ich das Öl nicht so lange einwirken lasse, sonder nur eine halbe Stunde oder so.
Eine weitere Methode stellt die Verwendung als Leave-In dar. Hier werden kleine(!) Mengen Öl in das noch feuchte oder trockene Haar gegeben. Im trockenen Haar dient es vor allem dem Schutz vor den alltäglichen Belastungen durch äußere Einflüsse, denen das Haar ausgesetzt ist, und im feuchten Haar der Aufbewahrung der Feuchtigkeit. Hier eignen sich aber vermutlich andere Öle, wie zum Beispiel Jojobaöl besser als Kokos, da man wirklich auspassen muss, nicht zu viel zu nehmen ;)
Ich habe außerdem einmal versucht, Directions mit Kokosöl anstatt mit Kur oder Spülung zu mischen, und diese Mischung über Nacht in mein Haar einwirken lassen. Das hat überraschenderweise sogar richtig gut geklappt, sodass ich vermutlich keine Kuren nachkaufen werde, wenn meine jetzige leer ist, sondern das weiterhin so machen werde. Auch wenn es für die Farbintensität nicht unbedingt von Vorteil ist, die Directions mit Shampoo auszuwaschen.
Darüber hinaus eignet sich (natives) Kokosnussöl auch zur Hautpflege und findet natürlich auch in der Küche Verwendung: Es eignet sich hervorragend zum Braten und lässt sich auch roh verwenden. Es kann ebenfalls in einigen Süßspeisen etc. anstatt Maragrine verwendet werden, da es fest ist. Positiv anzumerken ist, dass es laut einigen Studien gesundheitsfördernd ist, auch wenn sich an gesättigten Fettsäuren ja bekanntlich die Geister scheiden. Bisher verwende ich es allerdings überwiegend zur Haarpflege, sodass ich euch keine Kokosölerfahrungen aus der Küche mitteilen kann. Dies wird sich aber hoffentlich bald ändern.

In Zukunft möchte ich auf jeden Fall weitere Öle, Kräuter und andere Hausmittelchen zur Haarpflege ausprobieren. Besonders reizen mich Produkte mit Amla und die große Auswahl an verschiedenen Ölen zur Haarpflege, wie Jojoba-, Avocado- oder Rizinusöl :) Habt ihr da Empfehlungen für meine Haare?

So, ich hoffe, ich habe jetzt alles gesagt, was ich zu dem Thema sagen kann, und wünsche euch einen ganz schönen Freitag und vor allem danach ein wunderbares Wochenende! :)



Kommentare:

  1. Ach schade! Aber ich kann dich verstehen! Würde auch ungern modeln :D Aber aber du wärst bestimmt trotzdem ein tolles Model... ^.^
    Genau! Ist sozusagen die dunkle, "böse" Seite :3
    Finde auch dass sie die ruhigeren Parts besser singen kann.

    Sehr guter Post! Ich bin auch immer froh wenn ich Tipps und Erfahrungen von anderen lese. Das mit dem Kokosnussöl möchte ich jetzt auf jeden Fall ausprobieren weil ich auch total trockene Haare habe :( Olivenöl wollte ich zwar schon lange mal testen aber habe zu viel schiss dass ich es nicht mehr richtig aus den Haaren bekomme xD Vielleicht kennst du es schon aber ich finde das Oil Repair Haaröl von Balea total gut! Kann das nur empfehlen <3

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe auch sehr lange Kokosöl für die Haare benutzt (jetzt ist es leer und ich war bisher zu faul neues zu kaufen ._.), am liebsten als leave-in im feuchten Haar, auch wenn man da wirklich sehr vorsichtig sein muss. Bei mir hat es ebenfalls Super Ergebnisse geliefert, hab es dann auch nur noch so alle zwei Wochen verwendet.
    Ich habe mal gehört, dass Öl im trockenen Haar die Haare austrocknen kann und man es daher nur im nassen Haar anwenden soll, weißt du da was drüber oder habe ich vllt Blödsinn gelesen?
    Mit anderen Ölen (außer Olivenöl^^) habe ich auch noch keine Erfahrung, habe aber bei google mal eine Anleitung für eine Avocado-Haarmaske gefunden, wenn mal eine Avocado überreif wird werde ich das mal probieren :)

    AntwortenLöschen
  3. Oha du ziehst bald hier in die Nähe? Ja dann können wir es mal versuchen :)
    Ich werde mich wohl trotzdem nie an Olivenöl trauen xD Aber werde nach Kojosnussöl Ausschau halten <3

    AntwortenLöschen
  4. das hört sich irgendwie fast nach einem wundermittel an. ich würde meine haare auch genauso beschreiben wie du deine beschreibst und ich glaube ich sollte auch mal ein bisschen was unkonventionelles ausprobieren. ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Für mich war es auch eine Art Wundermittel :D Ich hätte vorher nicht gedacht, dass irghendwas meinen Haaren richtig helfen könnte...

      Löschen
  5. Ich weiß nicht ob ich wirklich gut fotografieren kann (bin da ja immer sehr selbstkritisch) aber könnte dir auf jeden Fall ein paar Anweisungen geben! Ausserdem finde ich es auch immer gut wenn das Model sich die Bilder zwischendurch auf der Kamera anguckt. Dann kann man gemeinsam überlegen wie man es noch besser machen kann :D Das mit deinem Vater ist ja irgendwie süß! Auch wenn die Froschperspektive nur bedingt für Portraits geeignet ist xD

    AntwortenLöschen
  6. Ich benutze momentan Traubenkernöl für die Haare (und das Gesicht) und es ist echt toll. Meine Haare sind auch ein bisschen trocken (also wohl weniger als deine) und vor allem total stumpf, aber mit dem Traubenkernöl glänzen und flutschen sie toll. Kokosöl vertrage ich leider nicht so gut. Rizinusöl will ich auch noch probieren, das soll ja das Haarwachstum fördern. Wobei da bei mir Amla-Öl absolut toll geholfen hat - nach den ersten Anwendungen hatte ich ganz viel neues Babyhaar. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Traubenkernöl klingt gut :)
      Das Blöde an Rizinusöl soll wohl sein, dass es sich schwierig auswaschen lässt, da will ich es nicht unbedingt auf die Kopfhaut tun :-/
      Ist das bei Amla-Öl auch so?

      Löschen
    2. Meine Haare sind sehr fein und lassen sich generell schlecht vom Öl befreien, wenn ich zu viel erwischt habe, total egal welches es ist. Deshalb gebe ich auch nur ganz weniger Tröpfchen auf die Kopfhaut oder aber mache das, wenn mich den Tag danach eh keiner sieht. Ich kenne aber einige Leute, die mit dem Auswaschen von Amla-Öl kein Problem haben.

      Löschen
    3. Ach so, danke :)
      Bei mir lässt sich Öl auch relativ schlecht auswaschen, aber vermutlich immer noch besser als bei dir.

      Löschen

Flüstern

Du willst weiterlesen?
Hier geht es zu meinem aktuellen Blog: https://lebenswandlerin.blogspot.de/