Mittwoch, 25. Juni 2014

Ganz viel Juni 2014


Nun ist doch tatsächlich schon das halbe Jahr 2014 um. Dabei kommt es mir so vor, als wäre es vor kurzem erst Neujahr gewesen. Der Juni dagegen kam mir ewig lang vor. Wie ihr gleich bemerken werdet, war sehr viel los bei mir. Wer ganz genau aufgepasst hat, hat vielleicht mitbekommen, dass es vom Mai gar keinen Rückblick gab. Das lag daran, dass das, was ich vorgeschrieben hatte, mir überhaupt nicht mehr gefiel. Ich hatte ihn Anfang Juni, während ich beim Abschlussseminar meines FSJs war, auf meinem Collegeblock (ich wollte schon Blog schreiben... oO) geschrieben, aber eine Woche später sagte mir alles so gar nicht mehr zu. Wo wir auch schon mitten im Juni sind! Das Seminar war ein voller Erfolg. Ich fühlte mich in der Gruppe, die mich das ganze Jahr begleitete, sehr wohl. Das kommt wirklich selten vor. Normalerweise fühle ich mich unter Menschen eher etwas verloren. Aber ich hatte wirklich Glück, in so eine liebe und offene Gruppe zu kommen. Als Erinnerung haben wir alle Hefte, in denen persönliche Abschiedsbriefe von den Anderen sind. Das war natürlich extrem viel Arbeit, hat sich aber echt gelohnt. Darin stehen so liebe Texte<3 Richtig knuffig fand ich, dass ein Mädchen aus meiner Gruppe, das schon am letzten Tag einen Blick in ihr (grammatisch korrekt wäre natürlich „sein“, aber das klingt einfach zu komisch ;)) Heft geworfen hatte, sich bei mir für die netten Worte bedankt hat.
Richtig stolz bin ich auf mich, dass ich als eher schüchterne Person mich in der Gruppe auch getraut habe, selbstbewusst aufzutreten. So etwas habe ich, glaube ich, noch nirgendwo geschafft... Das ging so weit, dass ich am letzten Tag, als wir die Zertifikate über das FSJ überreicht bekamen, vor über hundert Leuten stand und zwei Sätze gesagt habe.
Am Pfingstwochenende hätte ich eigentlich Urlaub gehabt, bin aber eingesprungen, da eine Mitarbeiterin kurzfristig operiert wurde. So kam es, dass ich mich erst Montag Nachmittag auf den Weg nach Köln gemachte. Den Urlaub hätte ich mir wirklich ganz anders erhofft, als es gekommen ist. Mitte Juni wurde ich nämlich, wie schon einmal erwähnt, nach nur anderthalb Monaten Beziehung verlassen. Das hat mich sehr getroffen und unglücklich gemacht, ist jedoch im Nachhinein das Beste – zumindest, wenn man von der Art, wie alles abgelaufen ist, absieht. Die war, auf gut Deutsch gesagt, richtig scheiße. Wie sehr man sich doch in einem Menschen irren kann! Mir wurden wirklich die Augen geöffnet, wie blind Liebe machen kann.
Ich kann mir selbst kaum vorstellen, dass ich noch am ersten Juni, dem Sonntag vor meinem Seminar, über beide Ohren verliebt war und einen wunderschönen Tag hatte. Ich dachte ernsthaft, ich hätte „die große Liebe“ gefunden...
Außerdem habe ich während der Woche in Köln begonnen, mich bei den ersten Unis zu bewerben. Die restlichen werden Anfang Juli folgen. Eigentlich waren die fehlenden Bewerbungen für das letzte Juniwochenende geplant, an dem ich nun aber doch nicht nach Köln fahre, weil ich zunächst etwas Abstand gewinnen möchte und Zeit für mich brauche. Über die schlechte Internetverbindung meines Websticks möchte ich so etwas Wichtiges, wie die Bewerbungen auf gar keinen Fall erledigen. Außerdem wird an dem Wochenende das Abschiedsgrillen mit den Jahrespraktikanten und Freiwilligendienstlern des Wohnbereichs stattfinden – vermutlich zumindest, es ist echt nichts organisiert -.-
Wie ich eben schon geschrieben habe, brauche ich nun Zeit für mich. Ich muss die Trennung erst einmal verarbeiten. Sie macht mich wirklich unglücklich. Ich versuche aber, das Gute und meine Chancen im Hier und Jetzt zu sehen und positiv in die Zukunft zu blicken. Das Wichtigste in dem Zusammenhang ist wohl meine Yogachallenge. Wie ich kürzlich schrieb, möchte ich dem Yoga eine Chance geben, meine Alltag zu bereichern und mir ein neues Lebensgefühl zu geben. Das funktioniert bisweilen auch ganz gut. Ich werde mich wohl auch an meinem freien Wochenende hinsetzen und euch einen kleinen Zwischenstand mitteilen.
Als wäre der Juni nicht schon vollgestopft genug, ist diese Woche auch noch „Urlaub ohne Koffer“ in meiner Einsatzstelle. Das sind vier Tage an denen unsere Bewohner nicht arbeiten müssen und auch die regulären Tages strukturierenden Maßnahmen nicht stattfinden, sondern es ein ganz besonderes Programm mit gemeinsamen „Gourmet“Frühstück zu Beginn, Ausflügen, Kreativangebot, Spiel, Spaß und großem Abschlussgrillen gibt. Das ist eine großartige Idee, wie ich finde, gerade für die Bewohner, die nicht mit in den Bewohnerurlaub, in den es nächste Woche für einige geht, fahren können. Praktisch bin ich jedoch einfach nur enttäuscht. Alles artet als riesige Völlerei aus, da mit so gut wie jedem Angebot das Essen von Eis oder was auch immer verbunden ist. Und da wundert sich noch jemand, dass ein Großteil unserer Bewohner extrem aufs Essen fixiert ist? Bewohner, die auch an der Tagesstruktur teilnehmen müssen trotzdem Urlaubstage opfern, die Freilichtbühne, die bei dem Programm für Senioren (!) besucht wird, ist nicht Rollstuhl- und Rollatoren gerecht und all so Geschichten... Wirklich schade!
Ich weiß gar nicht, wie ich das zeitlich noch hinbekommen habe, aber tatsächlich habe ich so viel gebloggt, wie schon lange nicht mehr. Es macht mir auch richtig Spaß und ich würde am liebsten noch viel, viel mehr schreiben! Ich habe noch so viele Idee.
Eines noch: Mein Lieblingslied diesen Monat ist „Eisblumen“ von Subway to Sally. Ich glaube, jetzt habe ich alles... 

Puh, lange Rede, kurzer Sinn – der Juni war überfüllt, chaotisch und durchwachsen!
Nächsten Monat wird es hoffentlich etwas ruhiger. Auf dem Programm steht der letzte Monat meines FSJs und damit verbunden der (schmerzliche) Abschied von meiner Einsatzstelle und der Umzug zurück zu meinen Eltern, wo ich die beiden Monate bis zum Beginn meines Studiums wohnen werde. Außerdem stehen die Abschiedsparty einer langjährigen Freundin, die ein Jahr nach Thailand geht, um in einem sozialen Projekt zu arbeiten, natürlich die fehlenden Unibewerbungen und ganz viel Yoga an. Na gut, ich sehe es ein. Ich habe wohl Pech gehabt: Deutlich ruhiger wird der Juli auch nicht.

Kommentare:

  1. Hey,
    dein Juni war ja wirklich sehr durchwachsen. Eine beendete Liebe/Beziehung ist imer eher unschön, aber ich persönlich habe oft daraus gelernt und was für meine Zukunft mitgenommen. Zwar gab es manchmal Momente, die man nicht erlebt hätte, aber weiß man dann für die nächste Beziehung besser, wie man sich in manchen Situationen verhalten soll. :)

    Außerdem finde ich es richtig klasse, wie super dein Fsj verlaufen ist. Ich bin der Meinung, dass jeder so etwas in die Richtung nach der Schule erst mal machen sollte. Man nimmt so viel mit, lernt neue Leute kennen und gerade bei vielen (schüchternen) Leuten ist es eine Möglichkeit, sich neu zu entdecken. Ich finde, dass mein Praktikumsjahr mir auch sehr viel gebracht hat. Man wird offener im Umgang mit Menschen (man hat da eh keine andere Wahl) und manchen wird das Selbstbewusstsein gestärkt.

    Weiter so:)

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  2. Haha mir kommt es auch so vor, als wäre noch Januar oder so! :D
    Tolles Foto! :)

    Ja, das stimmt! Ich wünschte nur es gäbe etwas dagegen, das hilft... aber ich hab wirklich alles alles alles schon durch! Vielleicht wird ja noch was erfunden ;o

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