Freitag, 1. Mai 2015

Spirituelle Gedanken - Walpurgisnacht


Hallo, meine lieben Leser!
Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und hoffe, ihr hattet eine schöne Walpurgisnacht, wenn ihr die gefeiert habt. Ich durfte feststellen, dass in meiner neuen Heimat offenbar nicht wirklich in den Mai getanzt wird. Zumindest habe ich keine Veranstaltung gefunden, die meinen Vorstellungen davon entsprochen hätte. So hat es sich ergeben, dass ich den Abend alleine verbracht habe. Das ist zwar schade, aber macht gar nichts. Ich habe nachmittags eine wundervolle Meditation gehabt und bin am Abend in den Wald gegangen. Dort habe ich mich mit einem Teelicht und einem Räucherstäbchen abseits der Wege, die an einem verregneten Abend relativ leer waren, etwas hingesetzt, aber leider bald begonnen, etwas Angst zu bekommen, und mich entschlossen, wieder zu gehen. Ich musste dann doch noch mal barfuß durch den nassen Wald laufen, was wirklich ziemlich toll war, und habe es mir dann zu Hause bei Kerzenschein bequem gemacht.
Ansonsten tut es mir gerade aber auch ziemlich gut, allein zu sein. Ich brauche derzeit viel Ruhe und Zeit für mich, da ich seelisch im Ungleichgewicht bin. Aber seit ich mich viel mit Meditation und Spiritualität beschäftige, nehme ich aus solchen Phasen unfassbar viel mit. Und ich denke, es ist einfach an der Zeit für einen neuen Prozess und genau, wie die Zeiten, in denen es mir gut geht und in denen ich scheinbar von alleine auf meinem spirituellen Weg weiter komme, gehören auch die Tiefs dazu und zeigen mir, was noch vor mir liegt.

Ich habe mir in letzter Zeit selbst viel zu viel Druck und Stress gemacht, für den es eigentlich gar keinen objektiven Grund gibt. Dass ich mich jetzt relativ energie- und freudlos fühle, ist doch nur die logische Konsequenz daraus. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, diese Angewohnheiten aus der Vergangenheit, die sich nicht mehr richtig anfühlen, hinter mir zu lassen. Das ist leichter gesagt als getan. Aber ich versuche daran zu arbeiten, indem ich meditiere und Zeit in der Natur verbringe. Vielleicht tut mir da auch zeichnen ganz gut? Das tue ich in letzter Zeit endlich mal wieder öfters. Und schreiben finde ich auch oft sehr angenehm. Ich habe festgestellt, dass ich mittlerweile Gedanken, die mich viel beschäftigen, auch loslassen kann, indem ich sie  aufschreibe. Was wichtig ist, ist, dass ich mir alle Zeit gebe, die ich brauche. Das ist noch so etwas, dass es zu lernen gilt.

Gestern war irgendwann einfach der Augenblick, an dem ich meditieren sollte. Ich hatte es mir den ganzen Nachmittag über vorgenommen, war aber nicht richtig in der Stimmung dafür. Ich habe so lange einfach meine Wohnung schon mal aufgeräumt und Yoga gemacht. Und beim Yoga kam ich immer mehr in spirituelle Stimmung. Ich dachte mir, dass ich gerne dem Regen lauschen würde beim meditieren. Irgendwann war mir nach meditieren und legte ich mich in die Tiefenentspannungslage. Genau dann begann es zu regnen.
Vorhin ging ich ziemlich unausgeglichen und voller negativer Gedanken in den Wald, um mich zu besinnen (na ja, okay, vor allem, um zumindest einmal am Tag die Wohnung zu verlassen). Ich schaute mich einfach um und ließ die Natur auf mich wirken.
Für mich haben Eichhörnchen spirituelle eine besondere Bedeutung und obwohl ich mich bis dato nicht mit Krafttieren beschäftigt habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie die meinen sind. Und genau einem Eichhörnchen begegnete ich. Es hielt sich bestimmt fast eine halbe Stunde in meiner Nähe auf und ich beobachtete es einfach nur. Während dessen fand ich tieferen Zugang zu dem, was mich aktuell beschäftigt/belastet und fand für den Moment immer mehr mein eigenes Gleichgewicht und einen Ansatz, um es auch langfristig mehr und mehr herzustellen.
 Obwohl ich mich weigere, an so etwas wie das Schicksal zu glauben, passieren mir, seit ich mich mit Spiritualität beschäftige, immer wieder solche Zufälle, dass mir etwas aus der Natur genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort begegnet.

Ich habe dieses magische Fest jedenfalls, obwohl ich auch gerne in den Mai getanzt wäre, sehr genossen, genau so wie das verregnete Wetter. Klar, bei Sonne setze ich mich gerne hinaus, aber ich mag auch Regen unheimlich gern. Ich bin auch diese Woche im Regen Rad gefahren - hach das war unglaublich entspannend. Na ja, das ist eine andere Geschichte. Für mich ist es jetzt erst einmal an der Zeit, schlafen zu gehen. Bis bald!

 

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